Wirtschaftsnotizen

Kathrein schließt Werk

Der Rosenheimer Antennenhersteller Kathrein schließt sein Werk mit 700 Beschäftigten in Nördlingen. Dies berichtete die "Augsburger Allgemeine" am Dienstagabend auf ihrer Internetseite. Die 700 Mitarbeiter verlieren ihren Arbeitsplatz. 200 sollen bereits zum 31. Dezember entlassen werden, die übrigen zum 30. April 2016, wenn das Mobilfunkantennen-Werk schließt. Anton Kathrein, geschäftsführender Gesellschafter, sagte laut Zeitung, die Produktion in Nördlingen sei zu teuer geworden. Künftig solle nur noch im Ausland produziert werden - in Rumänien, China und Mexiko. (paa)

Manz kooperiert mit Adidas

Der einst auf das Solargeschäft fokussierte Maschinenbauer Manz kooperiert mit Adidas. Gemeinsam entwickele man eine automatisierte Fertigungstechnologie für die Sportartikelproduktion, teilte Manz am Dienstag in Reutlingen (Baden-Württemberg) mit. Damit sollten künftig nach Kundenwunsch gestaltete Komponenten von Schuhen, Textilien oder Accessoires produziert werden. Adidas hatte im Frühjahr seine Strategie der Produktionsroboter vorgestellt. Künftig sollen die Geräte Kundenwünsche binnen kürzester Zeit direkt in den Adidas-Läden umsetzen. (dpa)

Daimler macht Rückzieher

Im Streit um den Einsatz des Kältemittels R1234yf in Auto-Klimaanlagen lenkt Daimler ein. Nachdem er sich jahrelang geweigert hatte, will der Konzern die Chemikalie nun von 2017 an in großem Stil einsetzen. Dies teilte der Autobauer am Dienstag mit. Parallel wird Daimler von 2016 an die Modelle der S- und E-Klasse mit Klimaanlagen ausstatten, die Kohlendioxid (CO2) als Kühlmittel verwenden. Hintergrund ist

Daimler macht beim Kältemittel R1234yf in Klimaanlagen einen Rückzieher. Bild: dpa
der Plan der EU-Kommission, ab dem Jahr 2017 klimaschädliche Chemikalien aus Europas Autos zu verbannen. Die derzeit einzige marktreife Alternative R1234yf ging bei einem Test 2012 in Flammen auf. Seitdem weigerte sich Daimler, das Mittel einzusetzen. Eine Schonfrist für ältere Modelle, die das klimaschädliche Kühlmittel R134a einsetzen, aber noch verkauft werden, gilt bis Ende 2016. Nur bereits zugelassene Autos genießen Bestandsschutz. Nun sei es gelungen, die Gefahr einer Entzündung zu bannen, teilte Daimler weiter mit. (dpa)

Im Stimmungshoch

Das bayerische Handwerk ist nach den Worten von Verbandspräsident Georg Schlagbauer in ausgezeichneter Verfassung. 90 Prozent der Betriebe sähen den kommenden Monaten optimistisch entgegen. "Die gute Lage am Arbeitsmarkt und niedrige Zinsen befeuern weiter die Kauflaune der Verbraucher. Der Aufschwung bleibt stabil", sagte der Präsident des Bayerischen Handwerkstages am Dienstag in München. Der Umsatz im dritten Quartal des bayerischen Handwerks sei um etwa zwei Prozent auf 27 Milliarden Euro gewachsen. Die Zahl der Beschäftigten habe um 0,2 Prozent auf über 931 000 zugenommen. (dpa)
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