Wirtschaftsnotizen

Lockangebote untersagt

Internethändler, die ihre Angaben nicht einhalten können, handeln nach einem Urteil des Oberlandesgerichts Hamm wettbewerbswidrig. Das teilte das Gericht am Mittwoch mit. In dem Fall hatte ein Händler online ein Elektrofahrrad mit dem Hinweis "nur noch wenige Exemplare auf Lager" angepriesen. Als Lieferzeit gab der Händler aus Freiburg zwei bis vier Tage an. Bei einer Kundenbestellung im Dezember 2014 war das Rad mit einer bestimmten Rahmengröße aber nicht auf Lager und konnte erst im Januar 2015 geliefert werden. Damit verstoße der Händler aber gegen das Verbot von Lockangeboten, so das Gericht und gab einer Unterlassungsklage der Klägerin Recht. Demnach hätte der Händler über das fehlende Warenangebot ausdrücklich informieren müssen. (dpa)

FedEx darf TNT schlucken

Der Milliardenübernahme von TNT Express durch FedEx stehen nach Unternehmensangaben keine Hürden mehr im Weg. Die EU-Kommission habe den Paketzustellern mitgeteilt, keine Einwände gegen die Übernahme der niederländischen TNT durch den US-Rivalen FedEx zu haben. Das teilten die Konzerne in der Nacht zum Mittwoch mit. FedEx hatte für TNT Express rund 4,4 Milliarden Euro geboten. (dpa)

BMW: Größeres Elektroauto

BMW plant ein größeres Elektroauto. "Wir werden neben dem BMW i3 schon bald ein weiteres elektrisches i-Modell auf den Markt bringen", sagte Konzernchef Harald Krüger der Wochenzeitung "Die Zeit". Der Wagen solle größer werden als das bislang einzige rein elektrische BMW-Modell i3. Beim i3 soll die Reichweite steigen. Das Modell steht seit längerem wegen geringer Verkaufszahlen in der Kritik. Neuerdings spüre der Konzern aber eine verstärkte Nachfrage beim i3 und beim Hybrid-Sportwagen i8, sagte Krüger. Der Autobauer hat einem Sprecher zufolge in diesem Jahr bis Ende September rund 16 600 i3 und knapp 4000 i8 verkauft. Insgesamt hat BMW in diesem Zeitraum 1,6 Millionen Autos ausgeliefert. (dpa)

Kampf für Tarifbindung

Kanzlerin Angela Merkel (CDU) hat der IG Metall Unterstützung beim Ziel zugesagt, die Tarifbindung der Arbeitnehmer in Deutschland zu steigern. Es sei ein gemeinsames Anliegen, die Tarifbindung wieder auf stärkere Füße zu stellen, sagte sie am Mittwoch beim Gewerkschaftstag in Frankfurt. Die Lohnfindung sei bei Tarifpartnern besser aufgehoben als in der Politik. Merkel sagte auch zu, die im Koalitionsvertrag beschriebene Reform von Leiharbeit und Werkverträgen weiter zu verfolgen. (dpa)
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