Wirtschaftsnotizen

Irland: Auf fünf Cent genau

In Irland werden in Geschäften ab sofort die Preise auf die nächste Fünf-Cent-Stelle auf- oder abgerundet. Das Land habe mit dieser Praxis begonnen, teilte die EU-Kommission am Donnerstag in Brüssel mit. Das Ziel sei, künftig weniger Ein- und Zwei-Cent-Münzen im Umlauf zu haben. Wichtigster Grund dafür ist, dass die Münzen wegen der gestiegenen Preise für die Rohstoffe Kupfer und Stahl bei der Herstellung mehr kosten als sie wert sind. Rundungsregeln gibt es bereits in den anderen Euro-Ländern Belgien, Finnland und den Niederlanden. In Irland gilt die Regel nur beim Bargeld, und zwar für die Summe des gesamten Einkaufs - nicht aber für den Preis jedes einzelnen Artikels. Zahlt der Kunde mit Karte, wird auf den Cent genau abgerechnet. Verbraucher können allerdings auch darauf bestehen, das Wechselgeld genau ausgezahlt zu bekommen. (dpa)

Asmussen kann wechseln

Der Staatssekretär im Arbeitsministerium, Jörg Asmussen, kann zur staatlichen Förderbank KFW wechseln. Das Ministerium bestätigte, dass der frühere EZB-Direktor zum Jahresende seinen Posten aufgibt. Der Personalie

Jörg Asmussen. Archivbild: dpa
muss noch der Verwaltungsrat der Bank zustimmen. "Ich kann aufgrund seiner Vita sagen, dass die Aufgabe zu ihm passt", sagte Arbeitsministerin Andrea Nahles (SPD) am Donnerstag. Ein Nachfolger stehe noch nicht fest. Asmussens Verhältnis zu Nahles galt als angespannt. Weil dem SPD-Mann die Geschäftsführer-Erlaubnis für Kreditinstitute fehlt, soll er zunächst zwei Jahre lang als Generalbevollmächtigter arbeiten, bevor er in den Vorstand der KFW in Frankfurt aufrückt. Der 48-Jährige war vor zwei Jahren von der EZB als Staatssekretär ins Bundesarbeitsministerium nach Berlin gewechselt. (dpa)

Einzugsbestätigung

Mieter müssen ab 1. November eine Einzugsbestätigung vorlegen, wenn sie sich beim zuständigen Einwohnermeldeamt anmelden. Dafür haben sie höchstens zwei Wochen nach dem Einzug Zeit. Auch der Vermieter oder eine beauftragte Person müssen innerhalb dieser Frist schriftlich oder elektronisch den Einzug bestätigen. Sonst können Geldbußen in Höhe von 1000 Euro fällig werden. Darauf macht der Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen aufmerksam. Die Pflicht liegt beim Mieter. Vermieter können sich aber beim zuständigen Meldeamt erkundigen, ob sich der Mieter mittels seiner Bestätigung bereits an- oder abgemeldet hat. In der Bestätigung müssen Name und Anschrift des Wohnungsgebers stehen sowie das Ein- oder Auszugsdatum, die Anschrift der Wohnung und die Namen aller Personen, die einziehen. Hintergrund ist das neue Meldegesetz, das ab November in Kraft tritt. Durch die Regelung sollen Scheinanmeldungen verhindert werden. Das entsprechende Dokument erhalten die Meldepflichtigen bei den zuständigen Meldebehörden oder online. (dpa)
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