Wirtschaftsnotizen

Großauftrag für Siemens

Siemens sammelt weitere Großaufträge für Windkraftanlagen ein. Am Freitag gab das Unternehmen in München bekannt, dass es für das Offshore-Windkraftwerk Galloper Wind Farm vor der britischen Südostküste 56 Windturbinen liefern, installieren und in Betrieb nehmen wird. Zudem übernimmt Siemens den Service der Anlagen für 15 Jahre. Die gesamte Investitionssumme beläuft sich auf umgerechnet 2,1 Milliarden Euro. Die Hälfte dieser Summe dürfte nach Angaben aus gut informierten Kreisen auf Siemens entfallen. Eigner des Projekts sind zu jeweils 25 Prozent RWE, die Green Investment Bank, Macquarie Capital und Siemens Financial Services. (dpa)

"Noch nicht wirtschaftlich"

Öffentliche Schnellladestationen für Elektro-Autos sind in Deutschland noch nicht rentabel. Eon, Siemens und BMW hatten gemeinsam entlang der A9 München-Leipzig acht Schnellladesäulen errichtet und zogen am Freitag in München Bilanz. Eon-Energie-Deutschlandchef Robert Hienz sagte: "Heute ist ein wirtschaftlicher Betrieb einer solchen

Noch hapert es bei der öffentlichen Stromversorgung für Elektroautos. Archivbild: dpa
Ladesäule noch nicht möglich." Klaus Fröhlich, Entwicklungsvorstand von BMW, forderte "mehr Initiative durch den Gesetzgeber". Öffentliche Ladeinfrastruktur sei Grundvoraussetzung für die Verbreitung von E-Autos. Wichtig sei, dass sich Autofahrer per App informieren können, ob die Ladesäule funktioniert und ob sie frei ist, sagte Siemens-Manager Jan Mrosik. Täglich tankten nur ein bis zwei Fahrer je Stromladesäule; für einen wirtschaftlichen Betrieb wären aber acht bis zehn nötig, sagte Hienz. (dpa)

Rückruf bei Porsche

Der Sport- und Geländewagenbauer Porsche ruft weltweit fast 60 000 Autos zurück. Betroffen seien Geländewagen des Typs Macan S und Macan Turbo, sagte ein Sprecher des Unternehmens am Freitag. In Deutschland müssten 3641 Wagen in die Werkstatt. Bei den Autos könne die Leitung, die den Kraftstoff zum Motor führt, undicht sein. Dadurch könnte Kraftstoff austreten. (dpa)

"Recht auf Nachbesserung"

Volkswagen kann im Diesel-Debakel mit dem geplanten Rückruf laut einem Gutachten womöglich nicht alle Probleme aus der Welt schaffen. Sollten die Autos nach der Nachbesserung mehr verbrauchen als vorher oder "reduzierte Fahrleistungen" bringen, könnten die VW-Kunden das Recht haben, vom Vertrag zurückzutreten oder Geld zurückzufordern. Das geht aus einer juristischen Expertise der Wissenschaftlichen Dienste im Bundestag hervor. Schon ein erhöhter Verbrauch von nur drei Prozent könne dabei einen Sachmangel bedeuten. Ab zehn Prozent komme juristisch gesehen eine "erhebliche Pflichtverletzung" infrage, die sogar zum Rücktritt vom Kauf berechtige. Zudem seien auch Schadenersatzklagen denkbar. (dpa)
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