Wirtschaftsnotizen

Audi: Weniger Gewinn

Der Bau eines Werks in Mexiko, laufende Modellwechsel und der schwache Euro haben den Gewinn von Audi im dritten Quartal gedrückt. Wie die VW-Tochter am Montag in Ingolstadt mitteilte, verkaufte das Unternehmen von Juli bis September zwar mehr Autos und steigerte im Vergleich zum Vorjahresquartal seinen Umsatz um zehn Prozent auf 13,9 Milliarden Euro. Aber der Gewinn fiel um 23 Prozent auf 856 Millionen Euro. Das Betriebsergebnis sank um vier Prozent auf 1,11 Milliarden Euro. (dpa)

Neue Ära für HP

Hewlett-Packard passt sich durch eine Aufspaltung an den radikalen Wandel der Branche an. Der Computer-Riese wurde in zwei getrennte Unternehmen aufgeteilt. Künftig betreibt die Gesellschaft HP Inc. unter dem alten Börsenticker-Kürzel HPQ das klassische Geschäft mit PC und Druckern. Die wachstumsstärkeren Dienstleistungen für Unternehmen wurden in die neue Firma Hewlett Packard Enterprise abgetrennt, die von der bisherigen Vorstandschefin Meg Whitman geleitet wird. Das Management erhofft sich, dass die Sparten einzeln zu stärkerem Wachstum geführt werden können. HP will durch die Aufspaltung auch die Kosten senken und streicht Zehntausende Stellen. Zum Ende des vergangenen Geschäftsjahres hatte der Konzern insgesamt 302 000 Beschäftigte, davon 9320 in Deutschland. (dpa)

C919 vom Band gerollt

Nach sieben Jahren Entwicklung und Verzögerungen ist am Montag in Shanghai die erste Maschine des selbst entwickelten chinesischen Passagierflugzeugs C919 vom Band gerollt. Das Flugzeug

Die erste C919 des chinesischen Staatsunternehmens Comac ist vom Band gerollt. Bild: dpa
des staatlichen Herstellers Comac solle im kommenden Jahr seinen ersten Flug unternehmen, berichtete die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua. Nach Testflügen über drei Jahre werde die Maschine dann für den kommerziellen Betrieb bereit sein. Das Flugzeug bietet Raum für 158 Passagiere. Die maximale Reichweite soll 4075 Kilometer betragen. (dpa)

Weniger Aufträge

Die China-Schwäche bremst die Maschinenbauer in Deutschland aus. Im September lagen die Aufträge aus dem Ausland 18 Prozent unter dem Vorjahresniveau. Das teilte am Montag der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) mit. Auch ein leicht anziehendes Inlandsgeschäft (plus 1 Prozent) konnte das nicht ausgleichen. Vor allem Chinas Schwäche strahle auf andere wichtige Regionen aus, sagte VDMA-Chefvolkswirt Ralph Wiechers. Die Maschinenbauer verbuchten im September bei den Bestellungen insgesamt ein Minus von 13 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. In Bayern lag der Auftragseingang im September um real 26 Prozent unter dem Ergebnis des Vorjahres. Das Inlandsgeschäft verzeichnete dabei ein Minus von 12 Prozent, das Auslandsgeschäft verschlechterte sich um 30 Prozent. (dpa/bm)
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