Wirtschaftsnotizen

Im Visier der Steuerfahnder

Zahlreiche Banken sind wegen des Verdachts der Beihilfe zur Steuerhinterziehung einem Medienbericht zufolge ins Visier der Steuerfahnder geraten. Die Kölner Staatsanwaltschaft ermittele in fast 30 Verfahren gegen internationale Geldinstitute und deren Filialen, berichtete das Nachrichtenmagazin "Der Spiegel". Ein Sprecher der Kölner Staatsanwaltschaft, die demnach gemeinsam mit der Wuppertaler Steuerfahndung die Ermittlungen leitet, wollte mit Hinweis auf das Steuergeheimnis den Fall nicht kommentieren. Auch zu betroffenen Banken und die genannten Verfahren äußerte er sich nicht. Nach Darstellung des "Spiegel" stammen die Informationen aus angekauften Datensätzen und einer rastermäßigen Auswertung von Selbstanzeigen. (dpa)

Takata laufen Kunden davon

Dem skandalerschütterten japanischen Zulieferer Takata laufen immer mehr hochrangige Kunden davon. Nach Honda und Mazda kehrt nun auch der weltgrößte Autobauer Toyota dem Unternehmen den Rücken. Toyota werde keine Gasgeneratoren für Airbags mehr von Takata verbauen, sagte Toyota-Präsident Akio Toyoda am Freitag. Honda

Ein Zünder für Airbags wird bei Takata in ein Auto-Lenkrad eingesetzt. Archivbild: dpa
und Toyota sind die Hersteller, die wegen defekter Airbags von Takata bisher die meisten Fahrzeuge in die Werkstätten zurückrufen mussten. Die Airbags lösten unvermittelt aus, wodurch Teile der Verkleidung durchs Fahrzeug geschleudert wurden. Die US-Verkehrsaufsicht NHTSA geht davon aus, dass dieser Defekt für Unfälle mit sieben Toten und fast 100 Verletzten verantwortlich ist. Auch die Subaru-Mutter Fuji Heavy Industries sowie Mitsubishi Motors erwägen einen Rückzug. Der japanischen Zeitung "Nikkei" zufolge will auch Nissan künftig auf die Takata-Komponenten verzichten. (dpa)

Falsche 1&1-Techniker

Nach falschen Microsoft- und Apple-Mitarbeitern treibt nun auch ein falscher 1&1-Support sein Unwesen. Die Polizei Niedersachsen teilte mit, die Kriminellen gäben am Telefon in Deutsch und teils in Englisch vor, im Auftrag des Providers Schadsoftware vom Rechner entfernen zu müssen, dabei hätten sie das Gegenteil im Sinn. Der Angerufene wird aufgerufen, eine Software herunterladen und installieren. Spätestens hier sollte man den Experten zufolge direkt auflegen, weil sonst die Kriminellen die Kontrolle über den Rechner kapern und mit Schadsoftware und Trojanern verseuchen können. Wer Zweifel hegt, könne immer noch beim Provider anrufen und nachfragen. Grundsätzlich sollten zudem nie Kunden- und Zugangsdaten sowie Kreditkarten-, Konto- oder andere Zahlungsinformationen am Telefon preisgegeben werden. Hatten die Kriminellen bereits Zugriff auf den Rechner, sollte man den Angaben zufolge die Internetverbindung kappen und umgehend Anzeige erstatten. (dpa)
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