Wirtschaftsnotizen

Lufthansa: Neues Angebot

Die Lufthansa hat ihr Tarifangebot an die Flugbegleiter nachgebessert. Um den laufenden Streik so schnell wie möglich zu beenden, habe man sowohl die Einmalzahlung beim Gehalt um 1000 auf 3000 Euro erhöht, berichteten die Lufthansa-Vorstände Bettina Volkens und Karl Ulrich Garnadt am Montagabend nach einer Krisensitzung der Konzernführung in Frankfurt. Auch sollen die Leistungen der Übergangsversorgung bereits im Alter vom 55 Jahren (statt 56) in gegenwärtiger Höhe gezahlt werden. Neuen Flugbegleitern wolle man eine Altersversorgung auf dem Niveau anderer Dax-Konzerne anbieten. Die Gewerkschaft Ufo will den Streik dennoch bis Freitag fortsetzen. Für heute wurden insgesamt 136 Flüge annulliert. (dpa)

Handwerk: Beste Stimmung

Die Handwerker in Deutschland strotzen angesichts voller Auftragsbücher vor Optimismus. Das Geschäftsklima habe ein Allzeithoch erreicht, teilte der Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) am Montag in Regensburg mit. Einer Konjunkturumfrage zufolge bewerten 90 Prozent der Betriebe ihre Geschäftslage als gut oder zufriedenstellend und vertrauen auf weiteres Wachstum. "Angesichts der guten Entwicklung korrigieren wir unsere Umsatzerwartungen für 2015 von 1,5 auf 2 Prozent herauf", so ZDH-Generalsekretär Holger Schwannecke beim Treffen der Hauptgeschäftsführer der 53 Handwerkskammern. (dpa)

Porsche auf Erfolgskurs

Der Sport- und Geländewagenbauer Porsche bleibt in der Erfolgsspur. Bis Ende Oktober verkaufte die Stuttgarter VW-Tochter in diesem Jahr rund 192 000 Fahrzeuge, wie das Unternehmen am Montag mitteilte. Schon jetzt ist der Absatz des gesamten vergangenen Jahres (knapp 190 000 Autos) übertroffen. Dabei lief es in China am besten. Dort stieg die Zahl der verkauften Fahrzeuge seit Jahresbeginn um gut ein Drittel auf 49 000. Auch in Deutschland sah es gut aus, der Absatz stieg um knapp ein Viertel auf 25 000 im Vergleich zum Zeitraum Januar bis Oktober 2014. (dpa)

Sanktionen trotzen

Die deutsche und die russische Wirtschaft wollen gemeinsam den von der Politik auferlegten Sanktionen trotzen. Der Chef des Ost-Ausschusses der deutschen Wirtschaft, Eckhard Cordes, forderte am Montag in Berlin einen "Einstieg in den Ausstieg" der Zwangsmaßnahmen gegen Russland, die die EU wegen der Ukraine-Krise verhängt hatte. Cordes bekräftigte, die deutsche Wirtschaft verzeichne hohe Verluste, auch da Moskau seinerseits mit Maßnahmen reagiert hatte. Das bilaterale Handelsvolumen werde sich 2015 im Vergleich zu 2012 um 17 Milliarden Euro halbiert haben, sagte er. Der russische Handelsminister Denis Manturow warb um Investitionen in sein Land, das sich in einer Wirtschaftskrise befindet. (dpa)
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