Wirtschaftsnotizen

Osram wird Chip-Hersteller

Osram wandelt sich vom Lampenhersteller zum LED-Chiphersteller und baut für eine Milliarde Euro in Malaysia eine eigene Chipfabrik. Damit wolle der Konzern nachhaltig wachsen und das Potenzial der halbleiterbasierten Technik stärker ausschöpfen, sagte Vorstandschef Olaf Berlien am Dienstag in München. Die Chipfabrik soll ab 2017 Teile für LED-Autolampen und -Allgemeinbeleuchtung herstellen. Das traditionelle verbrauchernahe Geschäft mit Neonröhren, Halogen- und Energiesparlampen will Osram im nächsten halben Jahr verkaufen. Mittlerweile ist entschieden, welche Werke abgespalten werden: Augsburg sowie Teile der Werke Berlin und Eichstätt werden abgestoßen, das größte Osram-Werk Regensburg dagegen und Schwabmünchen bleiben bei Osram. (dpa)

Solide Zahlen bei Siemens

Siemens-Chef Joe Kaeser dürfte am morgigen Donnerstag ordentliche Zahlen für das Schlussquartal des abgelaufenen Geschäftsjahres vorlegen. Experten gehen davon aus, dass der Elektroriese bei Umsatz und Auftragseingang besser abgeschnitten hat als im Vorjahreszeitraum. Die Kosten für den radikalen Konzernumbau dagegen dürften den Gewinn belastet haben. Im Fokus der Bilanz-Pressekonferenz in Berlin steht neben dem Ausblick für das neue Geschäftsjahr auch die Frage, ob Siemens 2014/15 das angepeilte Margenziel geschafft hat. Im industriellen Geschäft sollten 10 bis 11 Prozent vom Umsatz übrig bleiben. (dpa)

Viele Aufträge, weniger Geld

Der Autozulieferer Leoni hat mit dem eigenen Erfolg zu kämpfen. Einige Kunden hätten kurzfristig mehr Kabelsätze bestellt als geplant, teilte Leoni am Dienstag in Nürnberg mit. Dies habe "erhebliche, außerplanmäßige Mehrkosten" verursacht, vor allem in einem Werk in Rumänien. Das drückt den Gewinn: Vor Zinsen und Steuern (Ebit) schrumpfte im dritten Quartal das Ergebnis um 14,1 Prozent auf 29,8 Millionen Euro. Unter dem Strich sank der Gewinn um 2,9 Prozent auf 15,6 Millionen Euro. Der Umsatz legte dagegen um 9,7 Prozent auf 1,1 Milliarden Euro zu. (dpa)

160 000 Wohnungen nötig

Für die in diesem Jahr ankommenden Flüchtlinge braucht Deutschland nach Berechnungen der Wohnungswirtschaft bis zu 160 000 zusätzliche Wohnungen. Es sei damit zu rechnen, dass bis zu 400 000 Menschen auf Dauer blieben, sagte Verbandspräsident Axel Gedaschko am Dienstag in Berlin. Damit steige das Wohnungsdefizit im Land auf 800 000 Wohnungen. Daher müssen die Unternehmen unterstützt werden. "Wir brauchen eine Neubau-Offensive", fordert Axel Gedaschko. (dpa)
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