Wirtschaftsnotizen

KBA: Weitere Autobauer

Das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) hat infolge des VW-Abgas-Skandals auch bei anderen Herstellern erhöhte Abgaswerte gemessen. Die Behörde überprüft seit Ende September mehr als 50 verschiedene Modelle unterschiedlicher Autobauer, teilte das KBA am Mittwoch in Flensburg mit. "Es wurden zum Teil erhöhte Stickoxid-Werte bei unterschiedlichen Fahr- und Umgebungsbedingungen festgestellt", hieß es. Die Ergebnisse würden nun besprochen und ausgewertet. Welche Marken betroffen sind, teilte die Behörde nicht mit - auch nicht, ob es etwa auch bei anderen Autoherstellern einen Verdacht auf Manipulationen gibt. Laut Verkehrsministerium sollen die Ergebnisse in einem Gesamtbericht veröffentlicht werden. (dpa)

Air Berlin fliegt nach Kuba

Ein größeres Langstrecken-Angebot soll der angeschlagenen Air Berlin helfen, wieder Geld zu verdienen. Neue Nonstop-Verbindungen in die USA und nach Kuba sind Bausteine eines Konzepts, das Vorstandschef Stefan Pichler am Mittwoch vorstellte. Dazu gehören auch eine klarere Struktur im Streckennetz, die Umstellung der Flotte nur noch auf Airbus-Flugzeuge, eine Vertriebsinitiative bei Firmenkunden und die Streichung von Arbeitsplätzen in der Verwaltung. Ziel des Konzepts sei eine Verbesserung des operativen Ergebnisses (Ebit) um 310 Millionen Euro bis Ende 2018. Bisher hatte das Unternehmen 2016 ein positives Ebit angestrebt. (dpa)

Unicredit: 18 200 Stellen weg

Die italienische Großbank Unicredit hat angesichts des schwierigen wirtschaftlichen Umfelds ein schmerzhaftes Sparprogramm beschlossen. Bis 2018 will das Institut rund 18 200 Stellen abbauen, wie Vorstandschef Federico Ghizzoni am Mittwoch in Mailand mitteilte. Unicredit will seine Kosten um 1,6 Milliarden Euro senken. Für das Jahr 2018 strebt das Institut einen Nettogewinn von 5,3 Milliarden Euro an. Vom vollständig eigenfinanzierten Sparplan betroffen ist auch die deutsche Tochter Hypo-Vereinsbank. (dpa)

Winterkorn verlässt Audi

Im Zuge der VW-Affäre um manipulierte Abgaswerte hat der frühere Konzernchef Martin Winterkorn am Mittwoch mit sofortiger Wirkung auch sein Amt als Aufsichtsratsvorsitzender bei der VW-Tochter Audi niedergelegt. Entsprechende Informationen der Ingolstädter Tageszeitung "Donaukurier" bestätigte ein Audi-Sprecher. Winterkorn war wegen der Affäre um gefälschte Abgas-Messwerte bei Diesel-Autos am 23. September von seinem Posten als VW-Vorstandschef zurückgetreten. (dpa)
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