Wirtschaftsnotizen

Erste Strafe für VW

Volkswagen ist in Brasilien die erste Geldstrafe im Abgas-Skandal auferlegt worden. Der Autokonzern muss 50 Millionen Reais (12,4 Millionen Euro) wegen gefälschter Abgaswerte bei Dieselfahrzeugen zahlen, wie die Umweltbehörde Ibama am Donnerstag mitteilte. Die Volkswagen-Tochter VW do Brasil muss zudem 17 057 betroffene Amarok-Pickups zurückrufen, um die Software zu ersetzen. Die Strafe sei die höchste, die nach der gültigen Gesetzgebung von Ibama auferlegt werden kann. VW betreibt in Brasilien drei Fahrzeugwerke und eine Motorenfabrik mit 20 000 Beschäftigten. (dpa)

Alnatura: Neuer Partner

Nach dem Bruch mit seinem langjährigen Großkunden dm hat der Bio-Händler Alnatura seinen Vertrieb stark ausgeweitet. Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2014/15 (30. September) wuchs der Umsatz um zehn Prozent auf 760 Millionen Euro, wie die Alnatura Produktions- und Handels GmbH am Donnerstag in Frankfurt mitteilte. Die Drogeriekette dm hatte eine eigene Bio-Linie gestartet. Alnatura intensivierte daraufhin den Online-Handel, weitete das Geschäft in Österreich und der Schweiz aus und ging eine Vertriebspartnerschaft mit dem größten deutschen Lebensmittelhändler Edeka ein. Die Zahl der Verkaufsstellen für Alnatura-Produkte verdoppelte sich so im Geschäftsjahr 2014/2015 auf 7500. Ein ähnliches Wachstum peilt das Unternehmen aus dem südhessischen Bickenbach auch für das aktuelle Geschäftsjahr an. Die Anzahl der Mitarbeiter bei Alnatura stieg um mehr als 200 auf 2530. (dpa)

Laugel Targobank-Chef

Führungswechsel bei der Targobank: Nach rund neun Jahren an der Spitze der Privatkundenbank verlässt Bankchef Franz Josef Nick zum Jahresende das Düsseldorfer Geldinstitut. Grund dafür seien "unterschiedliche Auffassungen über die weitere strategische Ausrichtung der Targobank", teilte das Geldinstitut am Donnerstag mit. Der Vertrag des Managers lief eigentlich noch bis zum 31. August 2016. Nachfolger soll Pascal Laugel werden, der bisher im Vorstand die Geschäftsprozesse mit dem Mutterkonzern Crédit Mutuel koordinierte. (dpa)

Uber setzt auf TomTom-Daten

Der niederländische Navigations-Spezialist TomTom hat den Fahrdienst-Vermittler Uber als wichtigen neuen Kunden gewonnen. TomTom werde digitale Karten und Informationen zum Verkehrsfluss in der Anwendung für Uber-Fahrer liefern, teilten die Unternehmen am Donnerstag mit. Der Deal umfasse 300 Städte in 55 Ländern. Navigations-Anweisungen stellt TomTom dabei aber nicht. Uber galt auch als Interessent an Nokias Digitalkarten-Sparte, die für 2,8 Milliarden Euro an Daimler, Audi und BMW ging. (dpa)
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