Wirtschaftsnotizen

Luitpoldhütte: Neue Struktur

Eine umfassende Restrukturierung ist nötig, um die Luitpoldhütte wieder wettbewerbsfähig zu machen. "Gespräche mit potenziellen Investoren treten in eine entscheidende Phase", ließ der vorläufige Insolvenzverwalter Dr. Hubert Ampferl (Nürnberg) am Freitag zweieinhalb Monate nach Einreichung des Insolvenzantrags durch das Amberger Gießereiunternehmen verlauten. Amperl zitierend, hieß es dazu über eine in Köln ansässige Agentur: "Nur dann wird ein Investor bereit sein, den Geschäftsbetrieb zu übernehmen und die Investitionen zu tätigen, die erforderlich sind, damit die Luitpoldhütte wieder eine Perspektive hat." Es sind wohl über zehn Investoren, mit denen Gespräche laufen. Unberührt davon geht der Geschäftsbetrieb "plangemäß weiter", bestätigte die Agentur. Ab Dezember würden daraus die laufenden Gehälter bezahlt. (nt/az)

Zitzelsberger für Hofmann

Der IG-Metall-Bezirksleiter Roman Zitzelsberger löst IG-Metall-Chef Jörg Hofmann im Daimler-Aufsichtsrat ab. Zitzelsberger sei vom Amtsgericht Stuttgart am 4. November 2015 zum Mitglied des Aufsichtsrates als Arbeitnehmervertreter bestellt worden, teilte der Konzern am Freitag. Daimler hatte den Einzug bei dem Gericht beantragt. Das Gericht sei damit einem entsprechenden Antrag des Unternehmens gefolgt. Üblicherweise wählt die Arbeitnehmerseite ihre Aufsichtsratsmitglieder, diese Wahlen finden aber nur alle fünf Jahre statt. Zitzelsbergers Vorgänger, der neue IG-Metall-Chef Jörg Hofmann, hatte sein Amt Ende Oktober niedergelegt. (dpa)

Lottogewinner arbeiten

Einmal im Lotto gewinnen und dann den Job schmeißen: Ein hoher Geldgewinn wäre laut einer am Freitag vorgestellten Studie der Bertelsmann-Stiftung nur für jeden fünften Arbeitnehmer ein Grund, aus dem Berufsleben auszusteigen. Und selbst wenn das Arbeitslosengeld sehr hoch wäre, würden fast drei Viertel der Deutschen demnach lieber zur Arbeit gehen. Der Grund: Arbeit hat eine hohe Bedeutung im Leben der Deutschen. Nach Familie und Partnerschaft (39 von 100 Punkten) rangiert die Arbeit (34) noch weit vor der Freizeit (20) und einem gesellschaftlichen Engagement (7). (dpa)

Sonderkonferenz geplant

Neun Bundesländer wollen nach dem VW-Abgasskandal bei einer Sonderkonferenz der Umweltminister über schärfere Auflagen für die Autohersteller nachdenken. Bei dem Treffen soll es vor allem um die Konsequenzen für die deutsche Luftreinhaltepolitik gehen, sagte die rheinland-pfälzische Ressortchefin Ulrike Höfken (Grüne) am Freitag bei der Umweltministerkonferenz in Augsburg. Geladen werden sollen unter anderem Autohersteller, Umweltverbände und der Deutsche Städtetag. Einen Termin gibt es noch nicht. (dpa)
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