Wirtschaftsnotizen

Linde kappt Prognose

Die Aktie des Industriegase-Spezialisten Linde ist am Dienstag eingebrochen. Am Vormittag fiel das Papier zeitweise um fast 15 Prozent. Das Münchener Unternehmen hatte zuvor das Ergebnisziel für 2017 gekappt. Das Wachstum habe sich im vierten Quartal nicht beschleunigt, das Betriebsergebnis ohne Sondereffekte werde eher bei 4,1 als bei 4,3 Milliarden Euro liegen, sagte Linde-Chef Wolfgang Büchele am Dienstag vor Analysten. Im vergangenen Jahr hatte Linde bei 17 Milliarden Euro Umsatz ein Betriebsergebnis von 3,9 Milliarden Euro erwirtschaftet. (dpa)

Adidas: Online-Umsatz top

Der Sportartikelhersteller Adidas wird in diesem Jahr mit dem Verkauf von Sportartikeln im Internet mehr erwirtschaften als geplant. Der Online-Umsatz werde 2015 um 40 Prozent auf 600 Millionen Euro steigen, berichtete die "Frankfurter Allgemeine Zeitung". Ursprünglich hatte der Konzern aus Herzogenaurach einen Wert von einer halben Milliarde Euro erwartet. An der Mittelfrist-Prognose ändert sich nichts. Bis 2020 soll das Online-Geschäft 2 Milliarden Euro erreichen und damit rund 10 Prozent des dann anvisierten Konzernumsatzes von mehr als 20 Milliarden Euro betragen. In diesem Jahr dürfte der Umsatzanteil bei knapp 4 Prozent liegen. (dpa)

Eilantrag abgewiesen

Der Staubsauger-Hersteller BSH Hausgeräte muss an seiner Werbung für seine Geräte der Marken Bosch und Siemens vorerst nichts ändern. Ein entsprechender Vorstoß des britischen Konkurrenten Dyson scheiterte am Dienstag vor dem Landgericht Berlin. Die Richter wiesen einen Antrag auf Einstweilige Verfügung zurück, wie eine Gerichtssprecherin am Dienstag mitteilte. Es fehle "an der notwendigen Dringlichkeit für eine vorläufige Untersagung der Werbung", hieß es zur Begründung. Anders als BSH stellt Dyson Staubsauger ohne Beutel her. Die Briten werfen dem deutschen Rivalen vor, zwei Modelle zu Unrecht mit der höchsten Effizienzklasse beworben zu haben. Bei fast vollem Staubbeutel steige der Verbrauch nahezu um das Doppelte. Somit würden die Verbraucher getäuscht, argumentierten die Dyson-Anwälte. Gegen die Entscheidung ist eine Berufung möglich. (dpa)

USA: VW-Verkäufe sinken

Volkswagen hat in den USA erstmals seit Bekanntwerden der Abgas-Manipulationen einen Einbruch bei den Verkäufen hinnehmen müssen. Im November sank der Absatz der Pkw-Kernmarke VW im Vorjahresvergleich um 24,7 Prozent auf 23 882 Autos, wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte. In den beiden Monaten zuvor hatte VW noch jeweils ein Mini-Plus erzielt. Marktforscher hatten im November von einer Rabattoffensive in den USA berichtet - doch auch das verhalf VW nicht zu einem erneuten Verkaufsplus. (dpa)
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