Wirtschaftsnotizen

Bausparkassen: Entlastung

Weil die Bausparkassen unter den andauernd niedrigen Zinsen leiden, dürfen sie ihre Geschäfte künftig ausweiten. Eine entsprechende Reform verabschiedete der Bundestag am Donnerstagabend. Zur Stabilisierung der Ertragslage können die Bausparkassen neben ihrem Kerngeschäft nun verstärkt auch gewöhnliche Baudarlehen vergeben. Ferner erhalten sie die Möglichkeit, Hypothekenpfandbriefe auszugeben und einen Teil ihres Vermögens in Aktien anzulegen. Nicht vorgesehen ist hingegen eine Entlastung der Bausparkassen bei den Alt-Verträgen, in denen den Kunden noch hohe Zinszahlungen zugesichert wurden. Für den einzelnen Bausparer ändert sich daher nichts. In Deutschland gibt es etwa 30 Millionen Bausparverträge mit Einlagen von rund 150 Milliarden Euro. (dpa)

Opel weist Vorwürfe zurück

Opel hat einen Bericht des ARD-Fernsehmagazins "Monitor" zurückgewiesen, wonach der Autobauer in einer eigenen Prüfung deutlich überhöhte CO2-Werte bei einem Fahrzeug festgestellt habe. Wie der WDR mitteilte, liege der Redaktion ein Protokoll von drei Messungen vor, bei denen Verbrauch und CO2-Emissionen bei einem Opel Zafira Diesel im Durchschnitt um 15 Prozent über den offiziellen Angaben des Herstellers liegen. Diese Behauptung sei falsch, erklärte der Hersteller: "Die CO2-Angaben von Opel sind korrekt." (dpa)

Kritik am Audi-Chef

Einzelne VW-Aufsichtsräte kritisieren nach einem Bericht der "Süddeutschen Zeitung" vom Donnerstag die Nebentätigkeit von Audi-Chef Rupert Stadler für den VW-Großaktionär Ferdinand Piëch. Stadler sitze im Vorstand dreier Stiftungen der Familie Piëch, die das Privatvermögen mehren und den Einfluss der Familie bei VW sichern sollten. Einige Kontrolleure befürchteten deshalb Interessenkonflikte. Die Familien Porsche und Piëch halten die auf der Hauptversammlung wichtigen, weil stimmberechtigten Stammaktien der Porsche-Holding. Diese wiederum ist VW-Mehrheitseigner. Bei einigen VW-Aufsichtsratsmitgliedern sorgte der Bericht am Donnerstag aber eher für Verwunderung. Stadlers Nähe zur Familie Piëch sei in dem 20-köpfigen Gremium bislang eigentlich kein Thema gewesen, hieß es dazu. (dpa)

Korrektur

Die Deutsche Presse-Agentur (dpa) hat Angaben zum Arbeitsmarkt (Seite 17 vom 2. Dezember) berichtigt. Insgesamt 2,633 Millionen Menschen waren demnach im November in Deutschland ohne Job - das ist allerdings nicht, wie berichtet, der niedrigste November-Wert seit der Wiedervereinigung. Richtig ist: Niedriger war der November-Wert nur 1990, unmittelbar nach der Wiedervereinigung. (nt/az)
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