Wirtschaftsnotizen

Zurückhaltende Vermieter

Die privaten Vermieter haben sich nach einer Umfrage in den vergangenen Monaten mit Mieterhöhungen zurückgehalten. Gut 7 Prozent haben laut eigenen Angaben in den vergangenen zwölf Monaten die Miete erhöht. Das teilte der Eigentümerverband Haus und Grund am Donnerstag in Berlin mit. Im Frühjahr hatten das noch gut 25 Prozent der Befragten angegeben. Der Verband stützt sich auf eine eigene repräsentative Erhebung in acht Städten und Regionen, für die Daten zu 4300 Wohnungen gesammelt wurden. Vergleiche zu gewerblichen Vermietern wurden nicht gezogen. Zwei Drittel aller Mietwohnungen in Deutschland gehören nach Verbandsangaben Privatleuten. (dpa)

Mehr Geld bei Pünktlichkeit

Ein Teil des Gehalts von Bahnchef Rüdiger Grube soll nach einem Magazinbericht künftig davon abhängen, wie pünktlich die Züge sind. "Die Erfolgsprämien sämtlicher Vorstände sollen ab 2016 an Pünktlichkeitswerte geknüpft werden", sagte ein Aufsichtsratsmitglied der "Wirtschaftswoche". Das Gremium werde am nächsten Mittwoch darüber entscheiden. Bislang galten solche Kriterien nur für Vorstände im Personenverkehr und der Infrastruktur. Die Bahn wollte sich am Donnerstag nicht zu dem Bericht äußern. Grube hatte im Jahr 2014 rund 2,4 Millionen Euro erhalten, davon 900 000 Euro als Festgehalt. Insgesamt erhielt der sechsköpfige Vorstand 10,4 Millionen Euro. (dpa)

Lufthansa: Teure Streiks

Die Lufthansa hat durch die fortgesetzten Streiks ihrer Piloten und Flugbegleiter rund eine halbe Milliarde Euro verloren. Diese Zahl nannte Konzernchef Carsten Spohr dem "Tagesspiegel" am Rande des Star-Alliance-Jahrestreffens in Chicago, wie die Zeitung online berichtete. Die von Lufthansa bestätigte Angabe bezieht sich auf insgesamt 13 Streiks der Piloten und einen der Flugbegleiter in den Jahren 2014 und 2015. Auf den siebentägigen Rekordstreik der Flugbegleiter im November dieses Jahres entfallen davon rund 140 Millionen Euro. Rund 230 Millionen Euro Schaden hatte Lufthansa bereits im Geschäftsjahr 2014 abgebildet, so dass im laufenden Jahr etwa 270 Millionen Euro anfallen werden. Spohr sieht sein Unternehmen trotz der vielen Streiks auf einem guten Kurs. (dpa)
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