„Wirtschaftsweise“ trauen Konjunktur höheres Tempo zu
Mit Schwung

Frankfurt. Die deutsche Wirtschaft ist nach Einschätzung von Ökonomen schwungvoll ins Jahr 2017 gestartet. Die "Wirtschaftsweisen" trauen Europas größter Volkswirtschaft trotz politischer Unsicherheiten rund um den Globus im Gesamtjahr sogar ein etwas höheres Tempo zu als zuletzt angenommen.

Die Wirtschaftsberater der Bundesregierung korrigierten ihre Konjunkturprognose am Montag leicht nach oben. Für 2017 rechnen sie mit einem Wachstum von 1,4 Prozent. Zuletzt war der Sachverständigenrat von einem Plus von 1,3 Prozent ausgegangen. 2018 soll das Bruttoinlandsprodukt um 1,6 Prozent steigen. Getragen wird der Aufschwung nach Einschätzung der Ökonomen vor allem von der robusten Konjunktur im Inland und der weiterhin guten Lage auf dem Arbeitsmarkt. Zugleich verteidigten die Ökonomen Deutschlands Exportstärke. Die Mehrheit des fünfköpfigen Sachverständigenrates bezeichnete die Kritik insbesondere aus den USA am Überschuss im Handel mit anderen Ländern als nicht stichhaltig. Die deutsche Wirtschaft sei nicht verpflichtet, sich schlechter zu machen.

Die Politik müsse sich allerdings fragen, "warum deutsche Unternehmen vergleichsweise viel im Ausland und nicht im Inland investieren", sagte der Vorsitzende der "Wirtschaftsweisen", Christoph Schmidt.
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