Wodka-Krise in Russland

Illegal gebrannter Schnaps verdrängt auf dem russischen Spirituosenmarkt die legalen Erzeugnisse. Darunter hat jetzt auch der Absatz des russischen Nationalgetränks massiv zu leiden. Bild: dpa
Mit einem beispiellosen Produktionsrückgang ist nun auch das russische Nationalgetränk Wodka in den Strudel der schweren Wirtschaftskrise geraten. Die Herstellung sei 2014 um 22,3 Prozent eingebrochen, berichtete die Zeitung "Kommersant" am Samstag unter Berufung auf die Statistikbehörde in Moskau. Ein Grund sei, dass illegal gebrannter Schnaps legale Erzeugnisse wegen einer hohen Verbrauchersteuer schrittweise verdränge.

Insgesamt lag die Produktion 2014 demnach bei 666 Millionen Litern Wodka. Gut 3 Millionen Liter gingen gar nicht erst an die Händler, sondern blieben in den Lagern. Um gegen den Konsum von gefälschten und möglicherweise gesundheitsschädlichen Spirituosen vorzugehen, sinkt ab 1. Februar der staatlich festgelegte Höchstpreis für Wodka von 220 auf 185 Rubel (etwa 2,50 Euro) für den halben Liter.
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