Zehnjährige Bundesanleihen erstmals mit Minus-Zins
Gebühr statt Rendite

Frankfurt. Erstmals in der Geschichte sind die Renditen für zehnjährige Bundesanleihen ins Minus gerutscht. Anleger sind mittlerweile bereit, bei deutschen Staatsanleihen bis zu einer Laufzeit von zehn Jahren quasi eine Gebühr zu bezahlen, statt Zinsen zu kassieren. Als Grund machen Analysten die Furcht vor einem britischen EU-Austritt aus. Am Dienstag waren zehnjährige Bundesanleihen am Markt so stark gefragt, dass der Zinssatz auf minus 0,03 Prozent fiel. Die Papiere sind das wichtigste Instrument der Bundesregierung, um ihre Schulden zu finanzieren. Während sich die Lage für Sparer immer weiter verschärft, profitiert der deutsche Fiskus von der Entwicklung am Rentenmarkt, da sie die Zinsausgaben im Bundeshaushalt reduziert. Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) zeigte sich entsetzt.

Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.