Zukunftspreis: Lebensmittel aus Lupinen

Veganer und Vegetarier dürften sich freuen: Pflanzeneiweiß aus der heimischen Lupine könnte zur Alternative für Fleisch, Milch, aber auch für Soja werden. Für ihr Verfahren, bitteres Lupineneiweiß schmackhaft zu machen, haben Forscher aus Bayern und Mecklenburg-Vorpommern am Mittwochabend den 18. Deutschen Zukunftspreis 2014 für Technik und Innovation erhalten. Bundespräsident Joachim Gauck überreichte die mit 250 000 Euro dotierte, bedeutende Wissenschafts-Auszeichnung.

"Wir hatten nicht damit gerechnet, zu gewinnen und sind jetzt superglücklich", sagte Peter Eisner vom Fraunhofer Institut für Verfahrenstechnik und Verpackung in Freising. "Wir arbeiten an dem Verfahren seit 1989 und hatten vor sechs Jahren einen Punkt, an dem wir die Idee fast begraben hätten." Doch Eisner blieb dran an dem Plan, Lebensmittel auf Basis der in Mitteleuropa heimischen Blauen Süßlupine zu entwickeln. Zielgruppe: Allergiker, Cholesterinbewusste, aber auch Vegetarier. Da es gelang, den intensiven Geschmack der Lupinensamen zu tilgen, sind die isolierten Eiweiße als fast geschmacksneutrale Grundstoffe für Brotaufstriche, Drinks, Wurstersatz- und Teigwaren sowie Alternativen zu Milchprodukten einsetzbar.
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