Zum Thema Drogenmissbrauch:
Umdenken

Wenn ich das Bild dieser jungen Frau betrachte, spüre ich mich einige Jahrzehnte zurückversetzt. Dieser ausdruckslose, tote Blick, ähnlich fühlt es sich auch im Herzen an. Tot im Zustand des Rauschs, schmerzhaft im Zustand des Entzugs. Aber eigentlich wollte ich zum Leid der Eltern und überhaupt zur Gesellschaft etwas sagen.

Was habe ich schon die Aussagen gehört, zum Beispiel: Na ja, Zeit hatten sie nicht für ihr Kind. Das Geld war Ihnen wichtiger, oder die prophetischen Drohungen, wenn Babys und Kleinkinder in die Kita gebracht wurden. Ist es da verwunderlich, wenn Eltern Scheu haben sich zu outen? Haben sie nicht eventuell Angst, dass das Damoklesschwert ein zweites mal niederrasselt?

Macht es unsere Gesellschaft den Eltern leicht, sie vor Schuldgefühlen und Scham zu schützen? Obwohl es doch so wichtig wäre möglichst früh Hilfe zu suchen. Ein Umdenken der Gesellschaft und was dazugehört wäre bitter notwendig.

Maria Lacher-Öller, 92548 Altfalter
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