Zuversicht beim Autohaus Eitel
Schritte aus der Krise

In Thansüß hat das Autohaus Eitel seinen Hauptsitz. Das Unternehmen unterhält weitere elf Standorte und beschäftigt rund 200 Mitarbeiter. Sanierungsexperten und Geschäftsführung arbeiten an einer Lösung, die den Fortbestand der Firma und der Arbeitsplätze sichert. Bild: Huber
Thansüß. (upl) Das in Thansüß ansässige Autohaus mit zwölf Niederlassungen und rund 200 Mitarbeitern ist aufgrund des Wettbewerbsdrucks und rückläufiger Gewinne unter die Räder geraten wie viele andere Konkurrenzunternehmen auch. Ende Januar hat die Eitel GmbH & Co. KG beim Amtsgericht Amberg einen Antrag auf Eigenverwaltung gestellt.

In eigener Regie

Die Eigenverwaltung ist ein besonderes Verfahren zur Sanierung von Unternehmen in Krisensituationen. Es ist ein Insolvenzverfahren ohne Insolvenzverwalter. Die bisherige Geschäftsleitung darf unter Aufsicht eines Sachwalters und meistens unterstützt durch einen Sanierungsexperten die Firma selbst durch die Krise führen. Das Verfahren beginnt als Vorverfahren, welches in der Regel zwei bis drei Monate dauert und dem Gericht und den Gläubigern die Zeit gibt, die Berechtigung zu prüfen. Es mündet anschließend in ein Hauptverfahren. Eine zeitliche Vorgabe gibt es dann nicht mehr. In der Regel geht ein Unternehmen, nachdem es profitabel gemacht wurde, durch einen Insolvenzplan (Vergleich mit den Gläubigern) aus dem Verfahren heraus.

Neue Phase ab 1. April

Die Voraussetzungen dafür sollen zum 1. April geschaffen werden, erklärte Sachwalter Dr. Matthias Hofmann aus München am Mittwoch auf Nachfrage. Er betonte, dass der Geschäftsbetrieb nach wie vor weiter laufe und es Zeichen gebe, "die Mut machen". "Aus heutiger Sicht sind mehrere Lösungen denkbar", sagte Hofmann. "Es ist aber noch zu früh, öffentlich darüber zu reden." Von den 200 Beschäftigten seien noch alle an Bord. Ziel sei es, die Arbeitsplätze zu erhalten.

Geschäftsführer Michael Eitel jun. steht der Sanierungsexperte Stephan Ammann von der Pluta Rechtsanwalts GmbH in Bayreuth zur Seite. "Die Eigenverwaltung bietet Planungssicherheit für das Autohaus und zugleich werden die Interessen der Gläubiger berücksichtigt. Ich sehe gute Chancen, das Unternehmen rasch zukunftsfähig zu machen", erklärte Ammann bereits im Januar.
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