Zwei Sorgenkinder belasten Conti

Der schleppende Anlauf der Elektromobilität hat dem Autozulieferer Conti hohe Belastungen eingebrockt. Die Antriebssparte des Konzerns verbuchte im dritten Quartal 2014 vor Zinsen und Steuern gut 263 Millionen Euro Verlust. Im Vorjahreszeitraum hatte noch ein Plus von knapp 50 Millionen Euro in der Bilanz gestanden. Conti erklärte den Dämpfer am Dienstag in Hannover mit einmaligen Aufwendungen, darunter Abschreibungen. Ein Teil davon entfällt auf das drohende Aus für das Mitte 2012 gestartete Batterie-Gemeinschaftsunternehmen mit dem koreanischen Partner SK Innovation. Für eine weitere Belastung sorgt ein Schnitt bei verlustbringenden Altaufträgen für die Diesel-Hochdrucktechnologie, die sich Conti mit der Siemens-VDO-Übernahme ins Haus geholte hatte.

Abgesehen von den Schönheitsflecken läuft es insgesamt aber weiter rund. Die Kernergebnisse für den Konzern lauten nach neun Monaten: 25,59 Milliarden Euro Umsatz (plus drei Prozent), 2,45 Milliarden Euro Ebit (minus drei Prozent) und unterm Strich 14 Prozent Verbesserung auf 1,8 Milliarden Euro. Ende September zählte der Conti-Konzern ohne Azubis 189 361 Mitarbeiter, ein Plus von sieben Prozent.
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