Bundesverband Deutsches Ei
Genauere Kennzeichnung für Eier gefordert

Hannover/Berlin. Besser wissen, was drin ist: Deutschlands Legehennen-Halter dringen auf eine bessere Kennzeichnung für Eier im Lebensmittelhandel. Der Bundesverband Deutsches Ei wolle sich für eine Neuregelung stark machen, teilte die Organisation aus Berlin auf Anfrage mit. Verbandschef Günter Scheper begründete das damit, dass deutsche Verbraucher großen Wert auf die deutsche Herkunft der Eier legten.

"Um diesem Verbraucherwunsch Rechnung zu tragen, wünscht sich die deutsche Eierwirtschaft eine ausgeweitete Kennzeichnung der deutschen Herkunft", sagte Scheper. "Nicht nur auf den im Handel erhältlichen Schaleneiern, sondern auch auf Eiprodukten für die Lebensmittelwirtschaft und auf weiterverarbeiteten eihaltigen Lebensmitteln wie Nudeln oder Keksen sollte künftig klar erkennbar sein, aus welcher Haltungsform und welchem Land die Eier stammen."

Bio, Freiland, Boden oder Käfig - keine Eierproduktionsform garantiere eine tiergerechte Haltung von Legehennen, kritisiert die Verbraucherorganisation Foodwatch. Selbst Bio sei noch kein Garant dafür, heißt es in einem Foodwatch-Report. Man habe schon Bio-Haltungen mit 40 000 Tieren dokumentiert - die Bio-Verordnung der EU zieht die Grenze bei 3000 Tieren pro Stall.
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