Novum
Zehnjährige Anleihe erstmals mit Negativzins

Frankfurt. Erstmals in der Geschichte hat der Bund mit der Aufnahme neuer langfristiger Schulden Geld verdient. Am Mittwoch wurde eine zehnjährige Anleihe herausgegeben, bei der unter dem Strich eine "Rendite" von durchschnittlich minus 0,05 Prozent herausspringt. Das teilte die Bundesbank in Frankfurt mit. Der Staat erhält somit von Gläubigern für die Schuldenaufnahme Geld, anstatt ihnen Zinsen zu zahlen.

Im Handel an der Börse für bereits herausgegebene Bundesanleihen war die Rendite zehnjähriger Papiere im Juni erstmals unter Null gefallen. Davon profitiert der Staat aber nicht direkt, weil er auf alte Papiere weiter den Zins zahlt, der zum jeweiligen Zeitpunkt der Schuldenaufnahme festgeschriebenen wurde. Staatspapiere solider Länder wie Deutschland gelten als quasi ausfallsicher. Aufgrund der großen Nachfrage nehmen die Anleger immer niedrigere Zinsen in Kauf.
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