Breitband größter Brocken

Für mich ist es wichtig, die Schulden weiter zurückzufahren und trotzdem Investitionen zu tätigen.
Lokales
Dieterskirchen
28.02.2015
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Die gute Wirtschaftslage hat der Gemeinde Dieterskirchen im vergangenen Jahr mehr Geld ins Haushaltssäckel gespült, als kalkuliert war. Nicht genug, um die Schulden wegzuwaschen. Trotzdem will die Kommune auch heuer auf einige Investitionen nicht verzichten.

"Für mich ist es wichtig, die Schulden weiter zurückzufahren und trotzdem Investitionen zu tätigen", bekannte Bürgermeister Johann Graßl bei der Sitzung des Gemeinderats, bei der das Hauptaugenmerk auf dem Haushalt 2015 lag.

Unerwartetes Plus

Zunächst erläuterte Graßl die Jahresrechnung 2014, die durch unvorhergesehene Nachzahlungen mit einer Mehreinnahme an Gewerbesteuer in Höhe von 40 000 Euro schloss. Durch die sehr gute wirtschaftliche Situation konnten laut Bürgermeister fast 20 000 Euro mehr an Einkommensteuer vereinnahmt werden als veranschlagt war. Vom Verwaltungshaushalt konnten anstelle der geplanten 167 000 Euro tatsächlich fast 300 000 Euro an den Vermögenshaushalt zurückgeführt werden.

Krippenplätze geschaffen

Die Ausgaben für Baumaßnahmen (320 000 Euro) verteilten sich im Wesentlichen auf die Schaffung von Krippenplätzen, die Gemeindeverbindungsstraße Dieterskirchen-Weichelau, die Planungskosten für die Straße Dieterskirchen-Prackendorf und den Anschluss von Weichelau an die Abwasserversorgung. Der Finanzplan und das Investitionsprogramm für die Jahre 2014 bis 2018, die den Räten schon vorab zugestellt worden waren, wurden einstimmig angenommen.

Die Aufstellung des Haushaltsplans und den Erlass der Haushaltssatzung für das Haushaltsjahr 2015 stellte Verwaltungsangestellte Martina Held ausführlich vor und erklärte besonders den neuen Gemeinderäten die einzelnen Posten. Im Verwaltungshaushalt schließt der Haushaltsplan in den Einnahmen und Ausgaben mit 1,4 Millionen Euro, im Vermögenshaushalt mit 1,5 Millionen Euro. Der Anteil an der Einkommensteuer (408 000 Euro), die Schlüsselzuweisung (343 000 Euro) und die Grund- und Gewerbesteuern (220 000 Euro) bilden demnach heuer den Schwerpunkt der Einnahmen im Verwaltungshaushalt.

Dem stehen Personalausgaben und Betriebsausgaben von mehr als einer halben Million Euro gegenüber. Auch die Kreisumlage und die VG-Umlage schlagen mit über einer halben Million Euro zu Buche. Der Schuldenstand hat sich zum 31. Dezember 2014 auf knapp eine Million Euro verringert. Angepeilt wird ein Schuldenstand von 887 000 Euro für 2015, was bei einer Einwohnerzahl von 1014 einer Pro-Kopf-Verschuldung von 870 Euro gleich käme.

Den Schwerpunkt der Investitionen 2015 bilden die Gemeindeverbindungsstraße Dieterskirchen-Prackendorf (650 000 Euro), der Tragkraftspritzenanhänger für die Feuerwehr Prackendorf (30 000 Euro) und die Breitbanderschließung (730 000 Euro). Bis zum Jahr 2018 stehen noch der Ausbau des Gemeindeverbindungsstraße Bach-Tradhof, die Sanierung des Rathauses und der Erwerb eines neuen Bauhoffahrzeuges im Investitionsprogramm.

Schuldenabbau geht weiter

Bürgermeister Graßl bedankte sich bei Martina Held für die vorbildlich zusammengestellten Unterlagen zum Haushalt und bekräftigte die weitere Schuldenrückführung. "Dank der guten Wirtschaftssituation in Bayern werden wir auch weiterhin investieren können, besonders in den Breitbandausbau und die Gemeindeverbindungsstraßen", betonte er. Richard Brunner richtete seine Ausführungen auf die Prüfung der Jahresrechnung 2013 und bat um Entlastung. Diese wurde von allen Räten erteilt.
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