Erfolgsgeschichte Bürgerbus

Diese Bürgerbusfahrer waren wieder über das ganze Jahr hinweg für ihre meist älteren Mitbürger da und machten ihnen Einkäufe, Arztbesuche oder Behördengänge möglich. Sie zeigen aber auch, dass die Ausübung eines Ehrenamtes bis ins "reifere Alter" hinein möglich ist. Bilder: frd (2)
Lokales
Dieterskirchen
07.12.2014
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Drei Jahrzehnte nachhaltiger Idealismus: Darauf können die Fahrer des Bürgerbusses pochen, wenn sie nächstes Jahr das 30-Jährige dieser Service-Leistung feiern. Das Jubiläumgeschenk steht jetzt schon fest.

Im Ehrenamt haben sich die Bürgerbusfahrer vor allen Dingen für ihre älteren Mitbürger eingesetzt. Als "Jubiläumsgeschenk" gibt es nun einen neuen Bus. Ein paar Neueinsteiger sorgen dafür, dass der Fahrbetrieb weiter erhalten bliebt. Überrascht von der Vielzahl der Idealisten, die sich meist schon seit vielen Jahren als ehrenamtliche Fahrer für den Bürgerbus Dieterskirchen zur Verfügung stellen, zeigte sich der stellvertretende Landrat Jakob Scharf bei der Jahresabschlussveranstaltung für die Bürgerbusfahrer. Dazu hatte das Landratsamt ins Dieterskirchnener "Hexenhäusl" eingeladen.

Dass zu dieser Veranstaltung neben dem Sachbearbeiter vom Landratsamt, Tim Dirmeier, auch die Bürgermeister Hans Graßl, Heinz Weigl (Oberviechtach) und Walter Schauer (Thanstein) gekommen waren, wertete Scharf als Wertschätzung der Arbeit der Bürgerbusfahrer. Sie würden insbesondere den älteren Mitbürgern ermöglichen, Einkaufsfahrten, Arztbesuche oder Behördengänge in Oberviechtach oder Neunburg zu erledigen. Auch die Orte Thanstein, Schwarzhofen und Niedermurach würden auf insgesamt drei Touren angefahren.

"Paradepferd"

Während sich das Angebot Discobus laut Scharf nicht durchsetzen konnte, werde der Radlerbus immer besser angenommen. Das "Paradepferd" jedoch sei der Bürgerbus, der im kommenden Jahr sein 30-Jähriges feiert. Zum Jubiläum gibt es vom Landratsamt - gemäß dem fünfjährigen Turnus - einen neuen Bürgerbus, auf den sich die Fahrer jetzt schon freuen.

Bürgermeister Hans Graßl blendete zum besseren Verständnis für die Neulinge auf den Start vor 29 Jahren zurück. Damals haben Altlandrat Hans Schuierer und der damalige Dieterskirchener Bürgermeister Hans Schwendner den Bürgerbus aus der Taufe gehoben. Da konnten sie noch nicht ahnen, dass er drei Jahrzehnte später umso dringender benötigt werden sollte. Noch immer fährt der Bürgerbus zweimal in der Woche sowohl nach Neunburg als auch nach Oberviechtach, viele Senioren sind auf ihn angewiesen und nutzen ihn auch gerne während den Fahrten als "Kommunikationszentrum".

Tim Dirmeier stellte sich als neuer Sachbearbeiter der beim Landratsamt Schwandorf neu geschaffenen Stelle "Büro für Kreis- und Regionalentwicklung" vor. Auch der "Bürgerbus" fällt in seinen Aufgabenbereich. Dirmeier berichtete, dass 2014 knapp 1500 Fahrgäste mit dem Bürgerbus befördert wurden, was dem Vorjahresniveau entspricht. Während bei zwei Linien die Fahrgastzahlen zugenommen haben, sind sie bei einer Linie etwas rückläufig,. Die Kosten für den Bus konnten im Vergleich zum Vorjahr halbiert werden, da keine Reparaturkosten anfielen. Das zeige, dass ein Austausch der Busse im Fünf-Jahres-Rhythmus sinnvoll sei.

Vom Sinn überzeugt

Er selbst habe beim Anfahren der Bushaltestellen beobachten können, wie sinn- und wertvoll dieser Bus für ältere Menschen ist, und dass dieser verhältnismäßig geringe Kostenaufwand auch gerechtfertigt ist - dank der Bürgerbusfahrer.
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