Esel "Luna" führt Festzug an

So sehen Sieger aus: Die vier besten Teams beim Kickern mit den Schiedsrichtern. Bilder: hfz
Lokales
Dieterskirchen
22.07.2015
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Der Festzug formiert sich. Voran marschiert Esel "Luna".

Selten hat Pottenhof so viele Gäste auf einmal gehabt wie am Wochenende. Bis auf den letzten Platz waren die Bierbänke beim Freiluft-Gottesdienst vor dem Kriegerdenkmal besetzt. Und treu dem Motto "Nach der Mess' die Mass" blieb ein Gros gern in Pottenhof sitzen.

Schon am Nachmittag fanden sich Gäste aus nah und fern ein, um bei Schmierkuchen und Kaffee ein Wiedersehen zu feiern. Wie auf Knopfdruck öffneten sich zur verabredeten Stunde die Türen der Anwesen und aus jedem Haus trugen die Damen und Herren ihre vorbereiteten Hefefladen, um sie im Kollektiv zu backen. Regie am Dorfbackofen führte die "Strobl Anne", die auf eine lebenslange Erfahrung als Zuckerbäckerin zurückblickt.

Mädchen siegen

Bei anregenden Gesprächen tauschen sich alteingesessene, zugezogene und Ex-Pottenhofer aus. So manches herzliche Willkommen gab es da, als sich alte Freunde, die sich lange nicht mehr gesehen hatten, in den Armen lagen. Unterdessen wetteiferten an den Kickertischen bereits die Kinder. Der ein oder andere Knirps war so klein, dass er ein Bierkistl brauchte, um seine Mannen zu überblicken.

Am Ende hatten dennoch die Mädels die Nase vorn. Auf den Plätzen eins bis drei heimsten Laura Fuchs, Sophie Nagler und Raphaela Reiml tolle Preise ein. Dem lauschigen Auftakt im Sonnenschein folgten immer wieder bange Blicke gen Himmel. Die Veranstalter hatten den Platz vor dem Kriegerdenkmal dicht mit Bierbänken bestückt.

Es sollte ein Freiluftgottesdienst für ganz Dieterskirchen werden. Kurz zuvor fielen ein paar Regentropfen, die aber nur kurz für Spannung sorgten. Das Licht tauchte die Szenerie in Sepia-Farben. In strahlendem Gold leuchteten da die Blasinstrumente der Dieterskirchener Kapelle. Postkartenwetter. Aus den eigenen Reihen hatten vier Pottenhofer Mädchen eigens Musikstücke für den Gottesdienst aufbereitet. Sie spielten sich in die Herzen der zahlreichen Gläubigen. Dass Pfarrer Markus Urban durchaus etwas für das weltliche Feiern übrig hat, bewies er, als er zusammen mit Richard Brunner ein Team bildete, das sich wacker an den Kickertischen schlug. Das Duo landete trotz göttlichem Beistand aber nicht auf den vordersten Plätzen. Den Sprung aufs Stockerl schafften auf Platz drei Wolfgang und Andreas Held. Auf dem zweiten Platz landeten Tobias Blechschmidt und Helmut Zenger.

Mit 46 Teams

Sie unterlagen Toni Hauser und seiner Freundin Heidi Knott, die den entscheidenden Treffer landete. 46 Teams - darunter auch Bürgermeister Hans Graßl - hatten sich faire Spiele unter den Argusaugen der Kicker-Elite aus der Hubatsch-Dynastie geliefert. Toujours krachte es an den Tischen. Einzig unterbrochen von einem überaus launigen Festzug. Dafür blieben die Gäste gern länger. Dieses Mal übernahm die Führung ein Esel-Dame namens Luna. Hintendrein folgten die Blechmusikanten.

Im Gefolge führten einige Herren ein paar Birken mit, die ihren Dienst als Deko damit quittierten. Am Ende der Schlange folgte die komplette Festgesellschaft, die nach ihrer Rückkehr den Musikern noch diverse Zugaben abschwatze. Was danach noch geschah, obliegt der Schweigepflicht. Wer das Dorffest versäumt hat, muss nun fünf Jahre warten.
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