Freie Wählergemeinschaft zu Besuch im "Wackersdorfer Revier" - Museum
Lange Tradition des Kohleabbaus

Lokales
Dieterskirchen
28.10.2014
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Dem früheren Braunkohleabbau im Wackersdorfer Revier galt das Interesse der Freien-Wähler-Gemeinschaft Dieterskirchen "FWG". Ortsheimatpfleger Karl Jobst informierte umfassend über den ehemals florierenden Tageabbau.

Bei Bilderbuchwetter beteiligten sich 25 Personen an der Fahrt nach Wackersdorf. Mit dem Gruß "Glück Auf" begrüßte Jobst die Besucher vor dem ehemaligen BBI-Verwaltungsgebäude. Er erläuterte zunächst die Entstehungsgeschichte und gab zu wissen, dass es etwa 20 Millionen Jahre dauerte, bis sich die Braunkohle entwickelt hatte. Der Abbau in Wackersdorf hat eine lange Tradition, welche vor circa 170 Jahren begann und 1982 eingestellt wurde.

Im Tageabbau wurde die Kohle von der früheren "Bayerischen-Braunkohlen-Industrie" (BBI) abgebaut. Viele Kohlegruben wurden bereits während der laufenden Kohleförderung stillgelegt und mit Abraummaterial verfüllt. Diese Flächen hat man frühzeitig einer Rekultivierung unterzogen, größtenteils mit heimischen Baumarten bepflanzt und damit wieder in das Landschaftsbild integriert. Dadurch ist auch das Oberpfälzer Seenlandes, wie zum Beispiel der Brückelsee, der Murnersee oder der Steinberger See entstanden.

Diese Seengruppe bietet jetzt ein großes Angebot an Freizeit- und Erholungsmöglichkeiten. Diese Gewässer beinhalten sauberes Wasser und stehen deshalb auch unter ständiger Überwachung. Im Abbaugebiet "Westfeld" südlich von Wackersdorf ist noch heute ein Kohleflöz sichtbar, dessen Oberfläche allerdings durch starke Verwitterung beeinträchtigt ist. Grundstückseigentümer ist die Eon-Energie AG, welche diesen Bereich der Öffentlichkeit bedingt zugänglich macht. Das Abbaugebiet selbst ist abgesichert und wird unter strenger Aufsicht zurückgebaut, um auch diese Fläche der Natur zurückzugeben. Nach der Freilandführung war die Möglichkeit zur Besichtigung des Braunkohlemuseums gegeben, in dem viele ehemalige Gerätschaften aufbewahrt sind.

Zum Abschluss der interessanten Führung zeigte Karl Jobst noch eine Bildpräsentation über die Arbeit im Bergbau, von der mühseligen Handarbeit bis hin zu den neuzeitlichen maschinengeführten Tätigkeiten. Dabei war auch der große Schaufelbagger zu sehen, der zuletzt mit einer Leistung von 1500 Tonnen pro Stunde im Einsatz war. Die Besuchergruppe aus Dieterskirchen zeigte sich von der Führung sehr beeindruckt.
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