Im Hexenhäusl war der Teufel los

Mit dem Sketch "Sparmaßnahmen im Altersheim" hatten die Damen die Lacher auf ihrer Seite. Bild: weu
Lokales
Dieterskirchen
16.02.2015
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Zu den Höhepunkten im Vereinsleben zählt alljährlich der Weiberfasching des Frauenbundes im "Hexenhäusl". Pfarrer Markus Urban hatte als einziger Mann Zutritt zu dem Weiberkomitee.

Beate Lindner und Ingrid Ried begrüßten als mittelalterliche Jecken auch viele auswärtige Gäste sowie Pfarrer Markus Urban. Selbst der Wirt, Gerald Scheitinger, war mit blonden Zöpfen in die Rolle einer feschen Maid geschlüpft. In ihrer Rede wiesen die Vorsitzenden auf das "Fress- und Saufreglement" hin. Man dürfe "keine muffigen Fratzen schneiden". "Wer bei Tisch seinen Nachbarn stosset, ihm Saftiges stibitzt oder dero Wein aussaufet, wird in Pferdemist getumpft und über den Plo geschleift", lauteten die nicht gerade zimperlichen Anweisungen an das buntmaskierte Volk. Zu essen gab es "belegte Teigfladen, in Darm gepresstes Fleisch und Humpen von Gerstensaft". Anstelle einer Maskenprämierung, bei der man den vielen außergewöhnlichen Kostümen, den aufwendigen Showeinlagen und witzigen Ideen nicht gerecht werden könne, erhielt jeder Gast am Eingang einen "Klopfer".

Damit war die Stimmung schon angeheizt und Sketche und Einlagen verstärkten die tolle Faschingslaune. Supergaudi brachte die "neue Band Lederlaien" in den Saal, die "echte bayerische Musik" präsentierte. Acht junge Damen in Lederhosen "sangen" ihren neuen Song so professionell, dass sich bestimmt bald jede Plattenfirma um sie reißen wird. Lachsalven löste auch der Sketch "Sparmaßnahmen im Altersheim" aus. "Seniorinnen", die humpelnd und mit Rollator einmarschiert waren, wurden "am Fließband" mit der Morgentoilette abgefertigt. Dass die Zähne mit der Klobürste geputzt wurden, nur ein Waschlappen für alle reichen musste und sogar das Gurgelwasser von Mund zu Mund weitergereicht wurde, erheiterte die Zuschauer. "Troubadour Fonse" hatte es nicht schwer, die Tanzfläche ständig bevölkert zu halten. Mit seinem bunt gemixten Programm trug er ebenfalls dazu bei, dass der Weiberfasching ein tolles Erlebnis war.
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