Infrastruktur für junge Familien

Lokales
Dieterskirchen
26.02.2015
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1031 Einwohner hat die Gemeinde Dieterskirchen aktuell. Kein Kopfzerbrechen bereiten Bürgermeister Hans Graßl dabei die Geburtenzahlen, denn mit 45 Kindern in 2018/2019 ist die Grundschule mehr als gesichert. Bei der Bürgerversammlung gab es weitere positive Ausblicke.

Bilanz zog Bürgermeister Johann Graßl am Sonntag bei der Bürgerversammlung im "Hexenhäusl". Zu Beginn erinnerte er an die im letzten Jahr verstorbenen Gemeindebürger Anna Reiml, Monika Plecher, Berta Weiherer, Josef Müller und Johann Ebenschwanger. Dabei hob er mit Freude hervor, dass den fünf Sterbefällen zehn Geburten gegenüberstehen.

Für den Unterhalt der Gemeindestraßen (etwa 60 000 Euro) reichen die Zuschüsse vom Freistaat nicht, 15 000 Euro müsse die Gemeinde aufbringen. Die gesamten Betriebskosten für die drei Feuerwehren in Höhe von 16 000 Euro zeigen auf, dass die Wehren vernünftig wirtschaften, so Graßl.

Lob für Sternwarte

Mit 35 Schülern in zwei Klassen sei auch die Grundschule gesichert. Mit 39 Schülern im nächsten Jahr und sogar 45 Kindern im Schuljahr 2018/2019 übersteigen die Schülerzahlen die vorgeschriebene Mindeststärke von 26 Schülern bei weitem. "Unsere Schule ist also nicht gefährdet. Die Investitionen in die Schule sind gerechtfertigt", stellte Graßl heraus. Während für jeden Grundschüler in Dieterskirchen 1006 Euro aufzubringen sind, erhält der Schulverband Neunburg für jeden der 15 Mittelschüler aus dem Gemeindegebiet 1825 Euro. Für die 33 Kinder, die den Kindergarten in zwei Gruppen besuchen, entstehen Betriebskosten in Höhe von 153 000 Euro. "Wir müssen Kindergarten, Kinderkrippe und Grundschule unterstützen, damit die Gemeinde die Grundversorgung gewährleistet. So bleibt unsere Gemeinde lebendig", betonte Graßl.

Gute Arbeit werde im Ein-Mann-Bauhof erledigt. Auch die Photovoltaikanlage sei eine lukrative Investition gewesen. Graßl bat darum, im Recyclinghof nur Kleinmengen (bis 0,5 Kubikmeter) anzuliefern. Mit dem Abwasseranschluss für Weichelau sind alle Ortsteile erfolgreich angeschlossen. Die Sternwarte, für die die Gemeinde nur die Erschließung übernommen hatte, bezeichnete er als Erfolgsgeschichte. Seit der Eröffnung im Oktober konnten schon 1400 Besucher, darunter 300 Kinder und Jugendliche in die Grundzüge der Astronomie eingeführt werden. Graßl dankte besonders Dr. Heio Steffens und den Mitgliedern der "Sternenfreunde". Mit der Pro-Kopf-Verschuldung von 945,73 Euro bewege man sich weiter rückläufig und hoffe, auf 650 Euro im Jahre 2018 zu kommen. Der Ausbau der Breitbandversorgung sei vorrangige Aufgabe für das kommende Jahr. Bei einem Kostenvoranschlag von etwa 900 000 Euro und 90-prozentiger Förderung sei der Anteil der Gemeinde überschaubar. Auch die Verbreiterung der GVS Dieterskirchen-Prackendorf und die GVS Tradhof-Bach stehen auf der Agenda.

Günstiges Bauland

Abschließend zeigte der Bürgermeister die Pluspunkte der familienfreundlichen Gemeinde auf und nannte besonders das günstige Bauland und das rege Vereinsleben, das mit dem 40-jährigen Jubiläum des Schnupferclubs und der 150-Jahr-Feier der "Freischützen" Höhepunkte bietet. Er dankte allen, die durch ihren Einsatz für die Mitbürger zum Wohle der Gemeinde beitragen
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