Licht auf Himmelskörper

Dr. Lothar Schanne (links) und David Janousch stellten den Gästen in der Sternwarte das Spektroskop vor. Bild: weu
Lokales
Dieterskirchen
18.10.2015
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"Unsere Sternwarte ist zwar keine Forschungsstation, aber sie ist eine Vorzeigestation, die Fachpublikum und Referenten anzieht": Der jüngste Besuch in Dieterskirchen bestätigt die These der "Sternenfreunde".

Der Verein "Sternenfreunde" mit Vorsitzendem Johann Köppl hatte gerade erst Dr. Lothar Schanne aus Mannheim zu Gast. Er ist ein Spezialist für Spektroskopie.

Vor interessierten Gästen, unter ihnen Besucher aus München, der Stiftungsvorsitzende Dr. Heio Steffens sowie Joachim Siegert von der Sternwarte Amberg, hielt Dr. Schanne ein wissenschaftliches Referat über "Spektroskopie", mittels derer man Fakten ermitteln kann, die weder mit dem bloßen Auge, noch mit dem Teleskop oder Fernrohr zu erfassen sind. Auch das Fotografieren sagt demnach nichts über Bewegungen, Temperatur, Druck und Zusammensetzung der Himmelskörper aus. Hier setzt die Spektroskopie an.

"Ein Spektroskop oder Spektrograph sortiert die Lichtquanten einer Lichtquelle nach Wellenlänge und bildet das Spektrum auf einem Detektor ab", erklärte Dr. Schanne. So lasse sich unter anderem die Rotationsgeschwindigkeit des Jupiters ermitteln. Zur Verdeutlichung ging der Referent auf alltägliche Vorkommnisse ein: "Wassertropfen sind einfache, natürliche Spektroskope, sie zaubern den Regenbogen in die Luft." Auch Glasprismen können das Licht aufspalten. Zusammen mit David Janousch erläuterte er die Funktionsweise des Spektroskops, das in der Sternwarte Dieterskirchen vorhanden ist und meinte: "Mit Teleskop und Spektrograph hat Dieterskirchen Möglichkeiten an der Hand, nach denen sich andere Sternwarten die Finger abschlecken könnten."
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