Löschangriff gesichert

Lokales
Dieterskirchen
20.10.2014
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Bereits 53 Jahre hat das alte Feuerwehr-Fahrzeug von Prackendorf auf dem Buckel. Jetzt ist Ersatz in Sicht. Der Gemeinderat hat einen Tragkraftspritzenanhänger gebilligt und hatte dabei nicht nur die Finanzen der Gemeinde im Blick.

Die elf Zuhörer im Rathaus interessierten sich am Donnerstag nur am Rande für den Breitbandausbau in ihrer Gemeinde. Zur Gemeinderatssitzung war eine starke Abordnung der Feuerwehr Prackendorf gekommen. Die Männer wollten aus erster Hand erfahren, ob sie künftig mit einem Tragkraftspritzenanhänger (TSA) oder einem Tragkraftspritzenfahrzeug (TSF) ausrücken werden. Sachlich diskutierte das Gremium die Vor- und Nachteile und konnte mit drei Gegenstimmen ohne Zwischenrufe die Beschaffung eines Anhängers beschließen.

Notwendigkeit unbestritten

"Die Notwendigkeit ist unbestritten, dass für Prackendorf etwas gekauft werden muss", eröffnete Hans Graßl die Argumentation. Das vorhandene Fahrzeug dort sei 53 Jahre alt und habe ausgedient. Die persönliche Meinung des Bürgermeisters war, dass ein Tragkraftspritzenanhänger die richtige Lösung sei. Natürlich wäre es einfacher und schöner, den Wunsch der Feuerwehr einfach zu erfüllen. "Für mich ist aber nur wichtig: Was brauchen wir, um den Brandschutz in unserer Gemeinde zu optimieren?", sagte Graßl.

Prackendorf habe den kleinsten Zuständigkeitsbereich zu betreuen, in dem keine Kreisstraße, keine Photovoltaik- und keine Biogasanlage liege. Ein Anhänger sei zudem geländegängiger und die Beladung mit der des Autos fast identisch.

Das Gemeindeoberhaupt sah auch ein personelles Problem beim Ausrücken. Ein TSF könne nur mit mindestens vier Mann losfahren. Für Übungen und Leistungsabzeichen dürfe jederzeit das Feuerwehrauto aus Dieterskirchen geholt werden, versicherte Graßl. Die Finanzierung stand bei den Redebeiträgen an zweiter Stelle. Beim Kauf eines Fahrzeuges würden circa 37 000 Euro auf die Gemeinde zukommen, beim Anhänger wären es etwa 19 700 Euro. Für das Zugfahrzeug gebe es sicher auch eine vernünftige Lösung, erklärte der Bürgermeister weiter. Die Gemeinde könne sich nicht alles leisten.

Drei Räte sprachen sich für die Anschaffung eines Fahrzeuges aus, weil damit die jungen Leute besser motiviert werden könnten. Gleichzeitig wurde beschlossen bei der Regierung der Oberpfalz den vorzeitigen Maßnahmenbeginn zu beantragen, damit der Kauf sofort in die Wege geleitet werden kann.

Da die Gemeinde Dieterskirchen beim Breitbandausbau im gesamten Bereich mit den anliegenden Gemeinden interkommunal zusammenarbeiten will, wurde der Bürgermeister einstimmig ermächtigt, die entsprechenden Vereinbarungen mit den in Betracht kommenden Nachbarn abzuschließen.

Neue Versicherung

Wegen der Konsolidierung wurde die Dienstfahrzeugversicherung für die Gemeinderäte und den Bürgermeister vor ein paar Jahren gekündigt. Bei zwei Gegenstimmen soll jetzt wieder eine Vollkaskoversicherung mit Selbstbeteiligung 150 Euro und Teilkasko mit einer Selbstbeteiligung von 150 Euro für 25,60 Euro je Mandatsträger abgeschlossen werden.
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