Mit Bleifuß zum Straßenausbau

Tiefe Risse durchziehen den Asphalt, die Fahrbahn ist teilweise aufgebrochen. Doch ab heuer lässt die Gemeinde auf der Verbindungsstraße von Dieterskirchen nach Prackendorf aufräumen: Für einen Vollausbau der Trasse werden 985 000 Euro investiert. Bild: Mardanow
Lokales
Dieterskirchen
18.03.2015
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Für ihr Verkehrsnetz nimmt die Gemeinde Dieterskirchen viel Geld in die Hand: 985 000 Euro fließen in den nächsten beiden Jahren in den Ausbau der Straße nach Prackendorf. Der Gemeinderat treibt das Projekt mit einem knackigen Zeitplan voran.

In der Sitzung am Dienstag stellte Winfried Legl (Ingenieurbüro Weiß & Partner) den Gemeinderäten die Planung für den Vollausbau vor. Exakt 1547 Meter lang ist der Abschnitt der Gemeindeverbindungsstraße (GVS) von Dieterskirchen über Stegen nach Prackendorf, auf dem schon ab Juni die Bagger rollen sollen.

Endlich frostsicher

Bereits mit dem Staatlichen Bauamt Amberg-Sulzbach abgesprochen sei die künftige Fahrbahnbreite von 5,50 Metern. Während sich am Trassenverlauf nichts ändern soll, erhält der Straßenkörper einen fünf bis sechs Zentimeter starken frostsicheren Aufbau. Aktuell sei lediglich eine bituminöse Tragschicht eingebaut. Eine deutliche Verbesserung der Sicht erhoffen sich die Bauherrn von der Angleichung einer Kuppe kurz vor Dieterskirchen. Bürgermeister Hans Graßl betonte, dass beim Ausbau sämtliche Zufahrten erhalten blieben, es würden höchstens "minimale Angleichungen" vorgenommen.

Aktuell belaufen sich die Investitionskosten für das Projekt auf 985 000 Euro. Darin seien zum Teil auch schon Mittel für einen nötigen landschaftspflegerischen Begleitplan berücksichtigt, laut Bürgermeister Hans Graßl sei noch nicht komplett abzusehen, welche Auflagen auf die Gemeinde zukommen.

Um das Vorhaben stemmen zu können, hat die Gemeinde eine Förderung über das Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz im Auge. Aus diesen Mitteln könne nach Mitteilung der Regierung der Oberpfalz mit einer Förderquote ab 55 Prozent gerechnet werden. Um den Zuschussantrag fristgerecht einreichen zu können, soll bereits in der nächsten Gemeinderatssitzung am 28. April der Auftrag für den Ausbau vergeben werden. Bereits im Endspurt ist die Gemeinde bei den nötigen Grundstücksverhandlungen: Mit dem Großteil der Eigentümer seien bereits Vorverträge abgeschlossen, teilte Bürgermeister Graßl mit.

Der Ausbau soll in zwei Abschnitten bis ins Jahr 2016 erledigt werden. Wenn die Arbeiten im Juni oder Juli beginnen, könne der erste Abschnitt wohl bis Oktober über die Bühne gebracht sein, gab Planer Legl zu verstehen. Bürgermeister Hans Graßl verwendete sich dafür, die Einschränkungen für den landwirtschaftlichen Verkehr in der Bauphase so gering wie möglich zu halten. Die Gemeinderäte sprachen sich einstimmig für die Planung und das weitere Vorgehen aus. Bei den Arbeiten werden etwa 270 Meter Straße im Bereich Stegen außen vor bleiben, die bereits in den 1980er Jahren ausgebaut wurden.

Grün für Bauantrag

Keine Einwände gab's gegen die beantragte Wohnhaus-Erweiterung von Jochen Freygang, Im Winkl, in Dieterskirchen. Das Vorhaben sieht die Aufstockung eines Nebengebäudes mit einem Flachdach und den Einbau von zwei Schleppdachgauben im Wohnhaus vor.
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