"Unsere wichtigste Straße"

Auf der Straße von Prackendorf nach Dieterskirchen haben Bauunternehmer Helmut Seebauer (Zweiter von rechts) und seine Mitarbeiter bereits mit den Arbeiten begonnen. Bürgermeister Hans Graßl (Dritter von rechts), VG-Geschäftsstellenleiter André Schille (rechts) und Ingenieur Johann Böckl (Dritter von links) nahmen die Baustelle in Augenschein. Bild: Mardanow
Lokales
Dieterskirchen
16.06.2015
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Bagger und Maschinen rollen schon, ein Fahrbahnabschnitt ist bereits abgefräst. Mit dem Straßenausbau zwischen Dieterskirchen und Prackendorf bringt die Gemeinde eine ihrer Verkehrsadern auf Vordermann."Wir sind froh, dass es jetzt losgeht", erklärt Bürgermeister Hans Graßl.

In der Vorwoche hat das beauftragte Bauunternehmen Seebauer aus Girnitz mit den Arbeiten begonnen. An zwei Tagen wurde ab dem Ortsteil Stegen ein beträchtliches Stück der alten Fahrbahn in Richtung Dieterskirchen entfernt. Das Projekt ist in zwei Abschnitte unterteilt: Bis August läuft der Ausbau zwischen Dieterskirchen bis vor Stegen, im zweiten Abschnitt von September bis Oktober wird die restliche Strecke von Stegen bis zur Einmündung in die Kreisstraße SAD 47 erneuert.

Ausbau heuer abschließen

"Ursprünglich hatten wir das Vorhaben auf zwei Jahre geplant", erläutert Bürgermeister Hans Graßl am Montag bei einem Pressegespräch an der Baustelle. Doch nun werde das Projekt heuer komplett über die Bühne gebracht. Nachdem die Schlussabrechnung erst für das kommende Jahr erwartet wird, lasse sich der Ausbau problemlos im Haushalt unterbringen. An Kosten rechnet die Gemeinde mit rund 800 000 Euro, davon entfallen 700 000 Euro auf die Baufirma, der Rest errechnet sich unter anderem aus den Ingenieurkosten und dem nötigen Grunderwerb.

Die Gemeinde muss das Vorhaben nicht allein stemmen: Aus dem Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz erwarten Bürgermeister Graßl und VG-Geschäftsstellenleiter André Schille etwa 55 bis 60 Prozent Förderung. Der endgültige Förderbescheid liegt allerdings noch nicht vor, Verwaltungsleiter Schille glaubt, dass bis dahin noch einige Monate vergehen werden.

Die Ausbaulänge beträgt insgesamt knapp 1300 Meter, der längste Abschnitt von Dieterskirchen bis Stegen hat 1000 Meter, weitere 290 Meter sind es von Stegen bis zur Kreisstraße. Die in Teilabschnitten bisher 4,50 Meter breite Fahrbahn wird mit dem Ausbau von 5,50 Meter erweitert, auf beiden Straßenseiten wird ein geschottertes Bankett eingebaut. Der Straßenkörper erhält einen 51 Zentimeter dicken Frostschutz, 10 Zentimeter Asphalttragschicht und 4 Zentimeter Asphaltfeinbeton. Zusätzlich ist der Einbau von Entwässerungsleitungen und Mulden mit Einläufen vorgesehen. Außerdem sollen noch Leerrohre für die künftige Glasfaserleitung von Dieterskirchen nach Prackendorf mitverlegt werden.

Viel Verkehr

"Das ist unsere wichtigste Gemeindestraße" verdeutlicht der Bürgermeister. Viel landwirtschaftlicher Verkehr sei hier unterwegs, und auch zahlreiche Autofahrer, die auf der Kreisstraße aus Richtung Kulz nach Dieterskirchen unterwegs sind, nutzten diese Route. Flankierend zum Straßenausbau hat Landschaftsarchitekt Andreas Thammer (Winklarn) einen landschaftspflegerischen Begleitplan erarbeitet. Darin verpflichtet sich die Gemeinde, Ausgleichsflächen wegen der Verbreiterung der Fahrbahn bereitzustellen. Außerdem soll bei den Arbeiten in das "Straßenbegleitgrün" nicht mehr eingegriffen werden als unbedingt nötig.

Die Planung und Bauleitung liegt in den Händen des Neunburger Ingenieurbüros Weiß & Partner. Ingenieur Hans Böckl hofft auf einen zügigen Bauverlauf, um die Beeinträchtigungen für den Verkehr so gering wie möglich zu halten. Nach Aussage von Bauunternehmer Helmut Seebauer junior, werden zwischen sechs bis acht Mitarbeiter mit der Baustelle betraut sein.
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