Volkssternwachte Dieterskirchen lädt Hobby-Austronomen zum Planetentreffen
Wenn Venus Jupiter trifft

Rund 100 Gäste nutzten in der Volkssternwarte Dieterskirchen die Gelegenheit, die nicht alltägliche Konjunktion von Venus und Jupiter mit sieben Teleskopen zu beobachten. Bild: weu
Lokales
Dieterskirchen
08.07.2015
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Bei diesem Rendezvous wollten viele durchs Schlüsselloch schauen. Das "Schlüsselloch" war im Fall eines Planetentreffens allerdings ein Teleskop. Die Sternwarte hatte gleich mehrere parat.

Die Volkssternwarte Dieterskirchen (Link) lud Hobby-Astronomen und Interessierte ein, die für den Betrachter scheinbar nahe Begegnung von zwei Planeten, Venus und Jupiter, zu beobachten. Auch wenn diese Konstellation nicht einmalig war, handelte es sich um eine nicht alltägliche. So war das Interesse riesig groß, rund 100 Gäste nutzten die kostenlose Gelegenheit, dies zu beobachten und sich darüber zu informieren.

Überrascht vom Andrang

"Wir hatten schon mit einigen Besuchern gerechnet, aber dass so viel Interessierte zu uns kommen, das war eine Überraschung", meinte der Vorsitzende des Vereins Sternenfreunde, Johann Köppl, der in der Schar der Sterngucker auch Bürgermeister Johann Graßl entdeckte. Zum Einsatz kamen drei vereinseigene Teleskope sowie vier Teleskope aus dem Besitz von Vereinsmitgliedern. Die Besucher hatten die einmalige Gelegenheit, mit diesen verschiedenen Teleskopen einen Blick auf die Planetenkonstellation zu erhaschen.

Gleichzeitige Präsentation des Universums

Ein Teil der Teleskope wurde automatisch nachgeführt, um die Erddrehung auszugleichen, ein Teil musste von Hand immer wieder nachjustiert werden. Ergänzt wurden die Beobachtungen am Himmel durch Präsentationen im Planetarium. Wolfgang Horn, der die vorgeführten Computeranimationen in akribischer und langwieriger Programmierungsarbeit selbst erstellt hatte, ging mit den Besuchern auf die Reise in das unendliche Universum. Venus, Jupiter, später der Ringplanet Saturn sowie einige andere interessante Himmelsobjekte und der fast volle Mond wurden angesteuert und beobachtet. Stellvertretender Vorsitzender und Astrofotograf David Janousch gab einen theoretischen Abriss. Zusätzlich standen sieben ehrenamtliche "Sternwartendienstler" den Besuchern für Fragen zu Verfügung. An diesem warmen Sommerabend mit Vollmond hatten die Gäste viel zu bestaunen, und viele, die zu Fuß, per Fahrrad oder mit dem Auto gekommen waren, meinten: "Wir kommen bestimmt wieder."

Noch eine Chance

Wer dieses Mal den Termin verpasst hat, kann am 25. Oktober die gleiche Konjunktion noch einmal beobachten - allerdings um 5 Uhr morgens.
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