Gemeinderäte sehen keinen Bedarf für Energienutzungsplan
Weiter nur auf Sonne setzen

Die Photovoltaikanlage auf dem Schuldach läuft gut, weitere Energie-Projekte stehen derzeit nicht an. Daher sahen die Gemeinderäte auch keinen Grund, einen Energienutzungsplan auf den Weg zu bringen. Bild: weu
Politik
Dieterskirchen
24.04.2016
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Seit zehn Jahren betreibt die Gemeinde eine Photovoltaikanlage auf dem Schuldach. Um jetzt einen weiteren Schritt in Sachen Energienutzung vor Ort zu machen, sehen die Gemeinderäte aber aktuell keinen Bedarf.

Eine Bauvoranfrage stand am Beginn der Gemeinderatssitzung: Marc Keilhammer möchte in Prackendorf ein Einfamilienhaus mit Carport errichten. Die Verwaltung hatte in den Sitzungsunterlagen darauf hingewiesen, dass im Grundstück kein Hausanschluss für den Kanal vorhanden sei, während die Wasserversorger der Nord-Ost-Gruppe einen fehlenden Anschluss an die öffentliche Wasserleitung festgestellt hatten. Auch die Lage des Vorhabens im Landschaftsschutzgebiet war aufgegriffen worden. Die Gemeinderäte stimmten der Voranfrage trotzdem geschlossen zu. Ebenfalls einstimmig genehmigt wurde der Bauantrag von Savira und Eduard Lenig für ein neues Carport mit Geräteraum.

Eigenes Energiekonzept


Den Tagesordnungspunkt "Erstellung eines Energienutzungsplanes" stellte André Schille, Geschäftsstellenleiter der Verwaltungsgemeinschaft Neunburg, vor. Damit bekomme die Gemeinde ein genaues Konzept an die Hand, um Potenziale zu Energieeinsparung, -effizienzsteigerung sowie zur Erzeugung regenerativer Energien auszuloten. Zusätzlich könnte die energetische Situation analysiert und eine klare Handlungsanweisung erarbeitet werden.

Schille erklärte, dass der Freistaat Bayern so ein Konzept mit 70 Prozent fördere. Neben öffentlichen Liegenschaften sollen im Energienutzungsplan auch private Haushalte, Gewerbe-, Handel- und Dienstleistungsunternehmen erfasst werden. Nach einer Aussprache sah das Gremium gegenwärtig aber keinen Handlungsbedarf. Die eigene Photovoltaikanlage auf der Schule laufe gut, andere Projekte stünden nicht an. Allerdings wolle man das Thema Energieeffizienz in einer eigenen Sitzung durchdiskutieren.

Eine längere Diskussion entwickelte sich bei der Bestätigung von Jürgen Hereth und Franz Schöberl als Kommandanten beziehungsweise stellvertretenden Kommandanten der Feuerwehr Bach. Das formelle O.k. gab das Gremium schließlich mit zwei Gegenstimmen. Die Verwaltung wies noch darauf hin, dass Jürgen Hereth die nötigen Lehrgänge als Leiter einer Feuerwehr bereits erfolgreich absolviert hat, Franz Schöberl muss diese binnen eines Jahres nachweisen.

Für neuen Geräteträger


Als Ersatz für den in die Jahre gekommenen Mähtraktor soll ein neues Gerät (Mehrzweck-Geräteträger MA.TR 25) angeschafft werden. Die Räte sprachen sich einheitlich für das Angebot der Firma Landtechnik Maier (35 850 Euro) aus. Bürgermeister Graßl informierte die Räte über die Inbetriebnahme des Digitalfunks seit 4. April und teilte mit, dass die Haushaltssatzung mittlerweile durch die Rechtsaufsicht am Landratsamt genehmigt worden sei.
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