Gemeinderat speckt Planung bei energetischer Sanierung ab
Keine neue Heizung fürs Rathaus

Einen Zuschuss von 256 000 Euro erhält die Gemeinde aus dem Kommunal-Investitionsprogramm für die energetische Sanierung des Rathauses. Damit die Förderung ausreicht und der Haushalt nicht über Gebühr belastet wird, entschlossen sich die Gemeinderäte, auf eine geplante Pellets-Heizungsanlage zu verzichten. Bild: weu
Politik
Dieterskirchen
27.11.2016
42
0

Bei der energetischen Sanierung des Rathauses wird abgespeckt. Um mit dem Förderbetrag aus dem Kommunal-Investitionsprogramm auszukommen, entschlossen sich die Gemeinderäte, auf eine neue Heizung zu verzichten.

Die Vorstellung der Planung für die energetische Sanierung des Rathauses bildete den Schwerpunkt der jüngsten Gemeinderatssitzung. Bürgermeister Hans Graßl erläuterte, dass die in der Förder-Bewerbung aufgeführten Kosten von 410 000 Euro nicht in voller Höhe als förderfähig anerkannt wurden. Maßnahmen zu Barrierefreiheit, Brandschutz und die energetische Sanierung der Beleuchtung seien herausgenommen worden. Somit ergab sich für das Projekt ein förderfähiger Betrag von nur mehr 285 000 Euro, wofür der Gemeinde ein Zuschuss in Höhe von 256 000 Euro in Aussicht gestellt wurde.

Fenster und Dämmung neu


Architekt Michael Steidl stellte den Räten die Planung vor. Bei einer energetischen Sanierung kämen nur Maßnahmen zum Zug, die für den Erhalt der Bausubstanz auch sinnvoll seien, stellte er klar. Die Pläne sahen neue Fenster in Holz/Alu, die Dämmung der Fensterlaibungen, die Umstellung der Heizungsanlage auf Pellets, die Verstärkung der Dach-Dämmung sowie der obersten Decke, Umstellung auf Energiesparlampen und Brandschutzmaßnahmen im Treppenhaus vor. Ein Vollwärmeschutz an der Außenwand wurde als nicht sinnvoll gesehen.

"Was davon können wir streichen?", lautete dann die Frage von Bürgermeister Graßl an das Gremium, das schließlich ausführlich darüber diskutierte. Da die Gesamtkosten der ausgeführten Planung von 438 000 Euro ausgingen, der gewährte Förderbetrag von 256 000 Euro aber eine feste Größe sei, wäre der Gemeinde ein Eigenanteil von 182 000 Euro verblieben, der aber nicht zu stemmen wäre.

Das Gremium einigte sich schließlich darauf, auf die Pellets-Heizanlage (Kosten: 63 000 Euro) zu verzichten und die bestehende Heizung zu sanieren. Zusammen mit Einsparungen in der technischen Ausrüstung verbliebe der Gemeinde dann ein Eigenanteil von etwa 85 000 bis 90 000 Euro. "Damit können wir leben", lautete Graßls Resümee. Die Räte sahen das ebenso und stimmten geschlossen für die Planung mit den Änderungen.

Im Anschluss hatte sich das Gremium mit der Angleichung der Umsatzbesteuerung an geltendes EU-Recht zu befassen. Demnach sollen Leistungen der Gemeinden, die in gleichartiger Form auch durch private Unternehmen erbracht werden, künftig der Umsatzsteuer unterworfen sein. Für die Gemeinde bestehe eine solche Steuerpflicht derzeit nur für die Photovoltaikanlage auf Kindergarten/Schule. Die Gemeinderäte beschlossen einstimmig, die Möglichkeit der Übergangsregelung in Anspruch zu nehmen, nach der für alle vor dem 31. Dezember 2020 ausgeführten Leistungen die bisherige Rechtslage gilt.

Antrag für Wasserrecht


Nach einer gesetzlichen Änderung müssen alle Einleitungsstellen aus der öffentlichen Kanalisation bei der Meldung der Niederschlagswasserabgabe aufgelistet werden, zuvor wurde das gesamte Gemeindegebiet zusammengefasst. Da für die Baugebiete "Altwiesen" und "Horneckfeld" noch keine wasserrechtliche Erlaubnis zur Einleitung vorliegt, muss diese beantragt werden. In einem Beschluss legten die Räte fest, das Ingenieurbüro Weiß & Partner mit der Erstellung der Antragsunterlagen zu beauftragen. Die Kosten dafür werden im Haushalt 2017 berücksichtigt.
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.