Hahnenfuß und Honiggras

Der LBV-Kreisvorsitzende Werner Schuller (Zweiter von rechts) lenkte den Blick auf die Vielfalt der Blumenwiesen vor der Haustüre. Bilder: frd (3)
Vermischtes
Dieterskirchen
21.05.2016
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Wer genau hinschaut, muss nicht zur Blumeninsel Madeira reisen. Auch die Blumenwiese vor der Haustür offenbart faszinierene Farben und Formen - wenn sie nicht zu oft gemäht wird.

Die Menschen noch näher an die heimische Natur heranzuführen: Das hat sich der Landesbund für Vogelschutz (LBV) zur Aufgabe gemacht. Dazu sollen Aktionen wie die "Stunde der Gartenvögel", ein "Tag der Natur" oder "Vogelstimmen am Abend" betragen. Bei einer Exkursion hat der LBV nun Blumenwiesen unter die Lupe genommen.

Treffpunkt war der Kirchplatz in Dieterskirchen, wo Professor Werner Schuller, Vorsitzender der LBV- Kreisgruppe, mit den Interessierten loszog - unter ihnen auch der Oberviechtacher Storchenhorstbetreuer Gotthard Klier. Ziel war eine LBV-eigene Blumenwiese, die von einem Bauern aus der Region unter besonderen Auflagen bewirtschaftet wird.

Eigentlich müsse man nur "sehenden Auges" durch die Natur gehen und sich ganz auf all das, was die Sinne erfassen, konzentrieren, so Werner Schuller. Dann werde einem bewusst, dass die Natur ein Geschenk Gottes sei, deren Wert viele Menschen oft nicht erkennen und daher auch nicht erleben dürfen. Als hätte er das gehört, meldete sich lautstark der Grünspecht zu Wort".

Etwa 350 Wiesen betreut der Landesbund für Vogelschutz im Landkreis, sie dürfen nur zwei Mal im Jahr gemäht werden. Dadurch können die Blumen auf diesen Wiesen ihre ganze Vielfalt und Schönheit entwickeln. Wer dann dem Kriechenden Günsel, dem gelben Hahnenfuß" oder dem Wolligen Honiggras seine Aufmerksamkeit schenkt, der kann sich über eine Natur freuen, für die er keine großen Reisen in ferne Länder unternehmen muss, so das Credo der Naturfreunde.

Werner Schuller aus Niedermurach hatte nicht wenige Fragen zu allem, was da am Blühen war, zu beantworten. Dass diese Region in der Nähe von Weislitz (Gemeinde Dieterskirchen) noch ein Stück fast unberührter Natur bietet an, hatte auch Meister Adebar längst herausgefunden: Der Storch beobachtete ganz genau, was die Naturliebhaber da so trieben, als er auf den Feuchtwiesen vom reich gedeckten Tisch der Natur speiste. Die nächste Veranstaltung des LBV ist am 29. Mai zum "Tag der Natur" im Landkreis Schwandorf .
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