LAG-Manager besichtigen die Sternwarte Dieterskirchen
Mit Leader-Geldern gelingt der Griff nach den Sternen

Vertreter der Lokalen Aktionsgruppe (LAG) trafen sich in der Gemeinde Dieterskirchen zu einer Tagung, zu der auch der Besuch der Sternwarte gehörte. Johann Köppl (Achter von rechts) begrüßte im Namen der "Sternenfreunde" eine große Zahl an Gästen. Bild: weu
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Dieterskirchen
08.05.2016
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Ein Blick durchs Teleskop, ein Griff nach den Sternen: Ohne die Leader-Förderung wäre das in der Sternwarte Dieterskirchen nicht möglich. Die Dr.-Heio-und-Brita-Steffens-Stiftung wurde aus dem europäischen Fördertopf so großzügig ergänzt, das ein neuer Stern am Himmel der Astrologen aufgehen konnte.

Bei einer Tagung besuchten die LAG-Manager der Oberpfalz in der Gemeinde Dieterskirchen die Sternwarte, die durch die Leader-Förderung unterstützt wurde. Der Vorsitzende der "Sternenfreunde", Johann Köppl, begrüßte die Gäste im Vortragsraum, unter ihnen besonders Dr. Heio Steffens, Bürgermeister Johann Graßl und stellvertretenden Landrat Arnold Kimmerl.

Wissenschaftliche Arbeiten


Dr. Steffens hob hervor, was man mit sinnvoll eingesetzten Mitteln doch alles bewerkstelligen kann. Zusätzlich zur Dr.-Heio-und-Brita-Steffens-Stiftung waren Fördermittel notwendig, um den großartigen Plan der Sternwarte verwirklichen zu können. Ziel ist, die Bevölkerung und besonders Kinder und Jugendliche in die Astronomie einzuführen. Auch die Kooperation mit Universitäten laufe gut und für wissenschaftliche Arbeiten biete die Sternwarte gute Grundlagen.

Bürgermeister Graßl sprach von einem "Glücksfall für die Gemeinde", der besonders Dr. Steffens und Johann Köppl zu verdanken sei. Die Infrastruktur bereitzustellen, sei Aufgabe der Gemeinde gewesen und müsse bei Zufahrt, Parkmöglichkeiten und Glasfaserkabel noch optimiert werden. Graßl wies auf weitere Vorzeigeprojekte in Dieterskirchen wie Obstlehrpfad und Felsenkeller hin. Mit Wanderwegen und Steinbruch könnten Pakete für Urlauber geschnürt werden, um die Region interessant zu machen.

"Ein Meilenstein"


Dabei sei man auch auf Hilfen der LAG angewiesen. Grassls Dank galt dem Oberpfälzer Seenland und dem Brückenland Bayern-Böhmen sowie besonders Hans-Michael Pilz und Manuel Lischka, die alles kurzfristig in die Wege geleitet haben. Stellvertretender Landrat Kimmerl ging auf die Leader-Förderung ein, die bereits seit 20 Jahren besteht und zur Steigerung der Attraktivität der jeweiligen Region beiträgt, zur nachhaltigen Nutzung vorhandener Potenziale und zur Bildung von Netzwerken. "Die Sternwarte ist ein Meilenstein", betonte Kimmerl.

Bevor Johann Köppl zusammen mit seinen ehrenamtlichen Mitarbeitern die Gäste in das Planetarium führte und ihnen das große Teleskop demonstrierte, dankte er den drei Säulen der Sternwarte, der Gemeinde, der Stiftung und der Leader-Förderung. In Bildern ließ er die Entstehung der Volkssternwarte Revue passieren. Seit der Inbetriebnahme der Sternwarte im Jahr 2014 kamen 6000 Besucher in die Anlage. 35 Schulklassen mit 600 Kindern zeigten bereits ihr Interesse, und auch studierte Astronomen und Wissenschaftler nahmen zum Teil weite Wege auf sich, um die Sternwarte zu besuchen.
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