Pfarrgemeinde feiert Primiziant Thomas Fischer mit Kirchenzug und Festgottesdienst
Glaube bekommt ein Gesicht

Über farbenprächtig geschmückte Wege zog der Festzug zur Kirche St. Ulrich.
Vermischtes
Dieterskirchen
03.07.2016
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Thomas Fischer zelebrierte seine erste Heilige Messe in der Heimat im Kreise seiner Mitbrüder.

Die Primiz von Thomas Fischer darf als Höhepunkt im Jahresplan der aktiven Gemeinde Dieterskirchen mit ihren engagierten Bürgern bezeichnet werden. Von den Blumenteppichen über die Gestaltung des Primizgottesdienstes bis hin zum Kuchenbuffet verdient die Primizfeier das Prädikat "hervorragend".

Mit Böllerschüssen begann der Kirchenzug an der Grundschule. Der Weg war über und über mit Birken, Blumenteppichen, und Schilf dekoriert. Am Torbogen aus Girlanden beim Anwesen Bauriedl wurde der Primiziant, aus Prackendorf kommend, in Empfang genommen. Robert Becher, der Vorsitzende des Primizausschusses, hieß ihn in Reimform willkommen. Angeführt von der Blaskapelle zogen die Vereine, Ehrengäste, unter ihnen stellvertretender Landrat Joachim Hanisch und Bürgermeister Hans Graßl, sowie viele Vertreter der Geistlichkeit zur Kirche St. Ulrich.

Auf großen Bildwänden konnten die überaus zahlreichen Besucher den Festgottesdienst auf den Bänken am Vorplatz mitverfolgen. Primiziant Thomas Fischer stellte seine Mitbrüder im kirchlichen Dienst vor. Neben zwei Kurskollegen begrüßte er besonders Dekan Markus Brunner, seinen Praktikumspfarrer aus Amberg, Pfarrer Michael Bauer, der erst kürzlich sein 60-jähriges Priesterjubiläum feiern konnte, und den Primizprediger Pfarrer Georg Birner. Die weiteste Anreise dürfte Pater Matthias Karl gehabt haben, er kam aus dem Heiligen Land.

In seiner sehr eindrucksvollen Predigt stellte Pfarrer Birner das Projekt "Valerie und der Priester" vor, das die Deutsche Bischofskonferenz als Werbung für den Priesterberuf konzipiert hat. Die nicht gläubige Journalistin Valerie begleitet einen 38-jährigen Priester ein Jahr lang, und die Gegensätze könnten nicht größer sein. Daraus folgerte der Prediger: "Glaube muss ein Gesicht bekommen." Mitleid, Fürsorge und Anteilnahme seien christliche Grundhaltungen, für die Jesus den tragenden Boden lege. Mit dem Spruch "Mein Herr und mein Gott", den der ungläubige Apostel Thomas gesagt hatte und den Fischer als Primizspruch wählte, sei es die Aufgabe des neuen Priesters, Menschen an die Türe zu Gott zu führen. "Mach dich auf den Weg!", wünschte Pfarrer Birner dem jungen Mann für seine Stelle in Wunsiedel.

Fahnenbänder wurden als Erinnerung an die Primiz an die Vereinsfahnen gebunden. Der Primizchor unter der Leitung von Gabriele Scharf, der aus dem Kirchenchor Schwarzhofen und dem Chor "Ganz und Gar" bestand, sowie Dr. Adolf Scharf an der Orgel und Herbert Hauser an der Trompete sorgten unter anderem mit dem "Halleluja" von Händel und dem "Ave verum corpus" von Mozart für eine stilvolle Umrahmung der Primiz. Vor dem Primizsegen dankte Thomas Fischer allen, die dieses Fest so hervorragend organisiert haben und "mit viel Begeisterung geschuftet haben", so dass der Vergleich mit einem Ameisenhaufen treffend sei.

Besonderer Dank galt dem Primizausschuss unter der Leitung von Robert Becher und Alois Krammer. Nachdem der Festzug wieder zur Grundschule zurückgekommen war, wurde der Primiziant von den Schulkindern mit dem Kanon "Viel Glück und viel Segen" empfangen. Im Zelt "servierte" Dekan Markus Brunner den Gästen eine Suppenpredigt, die mit Anekdoten von Thomas Fischer aus der Praktikumszeit gewürzt war. Die Ministranten erschienen als "Engel" und überreichten Geschenke an den neuen Priester. Mit der Dankandacht endete ein Festtag, der den Besuchern noch lange in Erinnerung bleiben wird.
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