Schon über 5000 Besucher in der Sternwarte Dieterskirchen
Wenn es Sternschnuppen regnet

Als neue Anschaffung für die Sternwarte präsentierte Johann Köppl ein großes Fernglas. Der Vorsitzende der Sternenfreunde gab eine sehr positive Jahresbilanz. Bild: weu
Vermischtes
Dieterskirchen
29.12.2015
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Seit der Eröffnung der Sternwarte am 26. Juni 2014 konnten fast 5000 Besucher für Astronomie begeistert werden. Zahlreiche Fachvorträge, auch von namhaften Wissenschaftlern, sorgen für ständige Weiterbildung. Die Erweiterung der technischen Ausstattung ermöglicht noch mehr Einblicke in das Weltall.

Mit einer positiven Bilanz eröffnete Sternenfreunde-Vorsitzender Johann Köppl den Jahresabschluss im Vortragsraum der Sternwarte. Mit Jürgen Richthammer, Hans Walbrun und Thomas Zimmermann begrüßte er Spezialisten, die ihr Wissen und ihre Fähigkeiten den Besuchern vermitteln. Sein besonderer Gruß galt Ehrenmitglied Dr. Heio Steffens, der durch die Dr.-Heio-und-Brita-Steffens-Stiftung erst den Grundstein für die Volkssternwarte gelegt hat, sowie Bürgermeister Johann Graßl.

Einige Höhepunkte


Köppl betonte, dass sich unter den Gästen auch 35 Klassen mit etwa 600 Schülern befanden, sowie Durchreisende und Urlauber, die durch das Internet auf die Sternwarte gestoßen sind. Als Höhepunkte des abgelaufenen Jahres nannte er die partielle Sonnenfinsternis mit 125 Besuchern, die besondere Konstellation von Venus und Jupiter am 1. Juli, den Sternschnuppenregen am 13. August, die totale Mondfinsternis und 10 Ferienprogramme mit 240 Kindern. Dr. Carolin Liefke vom Haus der Astronomie in Heidelberg, Dr. Dominik Elsässer von der Uni Würzburg und Dr. Gero Rupprecht vom ESO Garching zeigten durch ihren Besuch die Resonanz der Sternwarte auch außerhalb der Gemeindegrenzen.

"Dies ist nur möglich, weil engagierte Mitglieder und Sternwartedienstler dahinter stehen", betonte Köppl. Damit sei das erklärte Ziel, die Astronomie einem breiten Publikum näher zu bringen, gelungen. Auch Vorträge in englischer und französischer Sprache könne man anbieten, wie dies bereits beim Besuch der Freunde aus der französischen Partnerstadt Neufmanil der Fall war.

Vier Säulen


Die herausragende Arbeit in der Sternwarte werde von vier Säulen getragen, dem Verein "Sternenfreunde", der Stiftung, der Gemeinde sowie der Leader-Förderung. Dank gelte auch dem Nachbarn Thomas Köppl. Damit man den Ansprüchen und Erwartungen gerecht wird, pflegen die Sternwartedienstler auch Kontakte zu den Sternwarten in Regensburg, Tirschenreuth, Ursensollen und Furth bei Landshut. "Das Personal nimmt sehr viel auf sich", sagte Köppl und erwähnte besonders die dreitägige Weiterbildung über Spektroskopie mit Dr. Schanne aus Mannheim.

Als neue Anschaffungen zeigte Köppl ein großes Fernglas, eine Superkamera sowie den Spektrograph "Baches". Im Außenbereich wurden im Auftrag der Gemeinde vier Sitzbänke gebaut, insbesondere für Schulkinder. In diesem Areal soll auch eine Parabolschüssel mit 2,50 Metern Durchmesser für die Radioastronomie installiert werden. Im Ausblick auf 2016 wurde deutlich, dass das Interesse an der Sternwarte unvermindert anhält. Als besondere Tage nannte Köppl den 19. März als "Tag der Astronomie" und den Merkur Transit (9. Mai). Neuwahlen finden am 16. April statt.

Neue Kamera


Dr. Heio Steffens ging in seinem Grußwort auf die zwei Ziele seiner Stiftung ein, die Förderung der Astronomie besonders an Schulen und die Vernetzung der Schulen mit Teleskopstationen, die gegenwärtig mit dem Haus der Astronomie und zwei Studienräten in München durchgeführt werde. Zurzeit werde auch ein Fotoapparat für das große Teleskop im Wert von 26 000 Euro angeschafft.

Bürgermeister Hans Graßl dankte Dr. Steffens sowie Johann Köppl und seiner Mannschaft für die großartige Unterstützung und die viele Arbeit. Durch positive Kommentare von Besuchern komme er zu dem Schluss: "Die Sternwarte entwickelt sich zum Renner!"
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