Startschuss für schnelles Internet
Mit Glasfaser auf Überholspur

Bürgermeister Hans Graßl und Enrico Delfino, Regio-Manager bei der Telekom, drückten gemeinsam den symbolischen Startknopf. Vertreter von Gemeinde und Verwaltung sowie Mitarbeiter der Telekom freuten sich über die offizielle Inbetriebnahme des Glasfasernetzes. Bild: Mardanow
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Dieterskirchen
22.09.2016
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Der Anschluss an die Datenautobahn ist geschafft: Seit 31. August ist das Glasfasernetz in der Gemeinde fertig geknüpft, am Donnerstag war die offizielle Inbetriebnahme. Bürgermeister Hans Graßl blickte auf "einen steinigen und schweren Weg" zurück.

Für den Weg ins schnelle Internet hat die Telekom in den vergangenen Wochen rund 27 Kilometer Glasfaserleitungen im Gemeindegebiet verlegt. Der Bürgermeister freute sich bei der symbolischen Inbetriebnahme zwar über die Fertigstellung "nach Zusage", erwähnte aber auch die "nicht unerheblichen Unannehmlichkeiten mit den Baufirmen vor Ort". Diese seien nach wie vor nicht ausgestanden; er hoffe, dass dies noch geregelt werden könne. Seit den Arbeiten würden unter anderem bei Regenfällen immer wieder die Bankette an den Straßen ausgeschwemmt.

Trotzdem habe die Gemeinde mit der Telekom insgesamt auf einen guten Partner gesetzt. Graßl sah aber auch, dass Dieterskirchen, als Gemeinde auf dem flachen Land, ohne das Breitband-Förderprogramm des Freistaates wohl keine Chance auf schnelles Internet gehabt hätte. Nun hoffe man, dass der Ausbau "das bringt, was wir uns erwartet haben".

Enrico Delfino, Regio-Manager bei der Telekom, informierte, dass das Unternehmen Kollegen aus dem gesamten Bundesgebiet nach Bayern geholt habe, um alle Vorhaben zu realisieren. "Wir sind aktuell in vielen Gemeinden unterwegs." Wie aus einer Pressemitteilung der Telekom hervorgeht, profitierten vom schnellen Internet in Dieterskirchen rund 180 Haushalte. Das maximale Tempo beim Download steige auf bis zu 50 Megabit pro Sekunde, in den Ortsteilen Weislitz, Weichelau und Prackendorf sogar auf bis zu 200 Megabit. "Bei uns läuft es sehr gut", berichtete beispielsweise Gemeinderat Ludwig Walbrun aus dem Ortsteil Pottenhof.

Bürgermeister und Telekom-Sprecher wiesen noch darauf hin, dass Bürger, die von der neuen Netzleistung profitieren wollen, sich selbst an die Telekom wenden müssen. "Die schnellen Internetanschlüsse kommen nicht von allein in die Haushalte." Auch bestehende Anschlüsse würden nicht von selbst angepasst.

Neue Möglichkeiten"Das neue Netz ist so leistungsstark, dass Telefonieren, Surfen und Fernsehen gleichzeitig möglich sind", schreibt die Telekom in einer Pressemitteilung. Auch das Streamen von Musik und Videos oder das Speichen in der Cloud soll nun bequemer sein. (mp)
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