Studienrat a. D. Pfarrer Michael Bauer aus Straubing feiert sein 60-jähriges Priesterjubiläum
„Gottes Güte leuchten lassen“

Pfarrer Michael Bauer (links) feierte in seiner Heimatpfarrei sein 60-jähriges Priesterjubiläum. Dazu gratulierten auch Pfarrer Markus Urban und Kirchenpfleger Alois Portner. Bilder: bgl (2)
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Dieterskirchen
05.07.2016
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Die Dieterskirchener Sänger unter der Leitung von Erwin Wutz umrahmten den festlichen Gottesdienst.

"Ich freue mich, dass ich mit Euch feiern darf": Am Mittwoch füllte sich die Pfarrkirche St. Ulrich in Dieterskirchen bis zum letzten Platz, um beim Triduumsgottesdienst mit Studienrat a. D. Pfarrer Michael Bauer aus Straubing sein 60-jähriges Priesterjubiläum zu feiern.

Pfarrer Markus Urban begrüßte den Jubilar und auch den Primizianten Thomas Fischer. "Apostelfürsten nennen wir die beiden, deren Hochfest wir heute feiern": Mit diesem Hinweis erklärte der in Prackendorf geborene Michael Bauer den zugrundeliegenden Kirchenfesttag. Die Apostel hätten die Botschaft Jesu Christi in seinem Auftrag an vorderster Front hinausgetragen in die Welt.

Mit 31 Kollegen


Sie wussten sich zu jeder Zeit geführt und gestärkt durch seinen und seines Vaters Heiligen Geist und so gelangte vor über 1 200 Jahren diese Botschaft auch in unsere Lande und zu unseren Vorfahren, erklärte der Geistliche. "Heute vor genau 60 Jahren durfte ich mit weiteren 31 Kollegen, von denen noch zehn am Leben sind, die Priesterweihe empfangen, so Jubilar bei seiner Festpredigt. Er zeigte sich überglücklich, dass mit Thomas Fischer ein weiterer Bürger seines Heimatdorfes Prackendorf den Priesterberuf auserwählt hat. "Eine größere Freude als Geschenk zu meinem Priesterjubiläum hättet ihr mir gar nicht machen können als einen Neupriester noch dazu aus meinem Heimatdorf", betonte Pfarrer Bauer.

In seiner Festpredigt erzählte er noch von drei unvergesslichen Erlebnissen aus seinem 55-jährigen Priesterleben in Straubing. Dabei erinnerte er sich unter anderem an den Religionslehrer Dr. August Adam, der bei seinen Ermahnungen vor allem an die männliche Jugend immer wieder den Satz gebrauchte: "Buben, vergesst mir den Heiligen Geist nicht!" Dieser Satz beeindruckte ihn in den vielen Jahren so sehr, dass er ohne ein Gebet zum Heiligen Geist keinen Tag beginne.

Mit Gottvertrauen


Auch ein weiteres Erlebnis aus seiner 50-jährigen Tätigkeit als Religionslehrer und den acht Jahren als Stadtjugendseelsorger ist ihm in bester Erinnerung. Dabei hatte Pfarrer Bauer zu tun mit dem Vorsitzenden der Volkshochschule bzw. dem Direktor der Taubstummenanstalt, der ihm bei seinem Besuch seinen und den Ehering seiner Frau zeigte mit der Inschrift "Tedeum und "Auf dich o Herr habe ich vertraut" mit der Fortsetzung auf dem anderen Ring "Ich werde nicht versagen in Ewigkeit"!

"Mit Gottvertrauen haben also die jungen Eheleute ihre Familiengründung mit fünf Kindern eingraviert", so der Prediger. Dabei zog er den Bogen in unsere Zeit, wo es immer mehr und weitreichend Mode geworden sei, "den Herrgott einen guten Mann sein zu lassen". Bauer zeigte sich überzeugt, dass eine Rückkehr zu solchem Gottvertrauen helfen würde, so manche unserer Probleme los zu werden. "Ihr sollt wie ein Fenster sein, durch das Gottes Güte in die Welt hinein leuchten kann", appellierte der Geistliche an die Zuhörer.

Den gesamten Gottesdienst umrahmten die Dieterskirchener Sänger unter der Leitung von Erwin Wutz mit Gesang und Musik aus der "Waldlermesse". Zum Abschluss bedankte sich die Kirchengemeinde mit Applaus.
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