Thomas Fischer durch Bischof Voderholzer zum Diakon geweiht
Etappenziel auf Weg zum Priester

Wenige Stunden nachdem Thomas Fischer (links) die Weihe zum Diakon empfangen hatte, war er in seiner Heimatpfarrei Sankt Ulrich gefordert: Im Vorabendgottesdienst am Samstag assistierte er Pfarrer Markus Urban (rechts) und hielt die Predigt. Am Sonntag nach dem Familiengottesdienst stellte er sich mit den jüngsten Kirchenbesuchern zu einem Erinnerungsfoto auf. Bild: hfz
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Dieterskirchen
10.12.2015
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"Bisher hab' ich auf meine Predigt nur positive Rückmeldungen erhalten", schmunzelt Thomas Fischer. Nur wenige Stunden nach seiner Weihe zum Diakon hat der angehende Neupriester seine liturgische Feuertaufe in der Heimatpfarrei bestanden.

-Prackendorf. Zusammen mit sieben weiteren Priesteramtskandidaten war der 25-jährige Thomas Fischer am Samstag durch Bischof Rudolf Voderholzer zum Diakon geweiht worden. Diesen großen Augenblick wollten auch rund 100 Gläubige aus Dieterskirchen miterleben: In einem voll besetzten Bus mit 65 Leuten sowie mit mehreren Privatautos hatten sie sich auf den Weg nach Teublitz gemacht. "Diese Beteiligung war schon spitzenmäßig", freut sich der aus dem Ortsteil Prackendorf stammende Fischer noch Tage danach.

Am Altar der Heimatpfarrei


Bereits am Samstagabend und auch am Sonntag durfte der frischgebackene Diakon in seiner Heimatgemeinde Dienst im Gottesdienst verrichten. "Das ist Tradition", weiß Pfarrer Markus Urban, Pfarrer in der Pfarreiengemeinschaft Schwarzhofen-Dieterskirchen. "Die Gläubigen sollen damit erfahren, dass sich einer aus ihrer Mitte auf den Weg zum Priester gemacht hat." Der neue Diakon übernahm die Assistenz bei der Messe, verkündete das Evangelium und hielt seine erste Predigt.

Für die Predigt hatte sich Fischer das Thema "Wüste" ausgesucht. Grundlage war das Evangelium über die Berufung von Johannes dem Täufer, den das Wort Gottes in der Wüste erreichte. Diese sah der Priesteramtskandidat als einen Ort besonderer Gottesnähe: "Hier lenkt dich nichts ab und du kannst zu dir selbst kommen", erklärt er am Mittwoch auf die Nachfrage des NT. Der Advent böte sich für jeden an, selbst einmal so eine "Wüsten-Zeit" zu nehmen, um sich auf den Glauben zu besinnen.

Zu einem besonderen Ereignis geriet der Familiengottesdienst am Sonntag in der Pfarrkirche Sankt Ulrich. Der Chor "Ganz und Gar" übernahm die musikalische Gestaltung, die Kinder trugen Fürbitten vor und verlasen auch die Kyrie-Rufe. Die Gottesdienstbesucher nutzten die Gelegenheit, um dem neuen Diakon zu gratulieren und ihm alles Gute auf dem weiteren Weg zur Priesterweihe zu wünschen.

Und diesen Weg setzt Thomas Fischer nun wieder in seiner Praktikumspfarrei Sankt Georg in Amberg fort. Bis Ende April wird er dort Erfahrungen in der Seelsorge sammeln, Taufen und Beerdigungen begleiten und Predigtdienst in den Gottesdiensten verrichten. Auch im Schuldienst ist er eingesetzt. Ab Mai geht dann die theologische Unterweisung im Priesterseminar weiter.

"Großes Zwischenziel"


Ein "gutes Gefühl" habe er bei der Diakonweihe gehabt, verrät Thomas Fischer. Nach mittlerweile fünfjährigem Studium habe er damit ein "großes Zwischenziel" auf der Wegstrecke zum Priesteramt bewältigt. Das Zielband wird er am 25. Juni bei der feierlichen Weihe im Dom zu Regensburg erreichen, einen Woche später - am 3. Juli - wird seine Primiz einen Höhepunkt in Pfarrei und Gemeinde markieren.
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