Johannes-Kirwa in Ebermannsdorf
Ein Prosit in der Kirche

Kultur
Ebermannsdorf
22.06.2016
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Rechtzeitig vor dem ersten und so ziemlich einzigen Regenguss des Wochenendes baumelten die Herzchen am Kranz des wertvollen Baums: 15 Paare und viele Besucher feierten Kirwa in Ebermannsdorf.

Auch wenn sich bei der elften Johannes-Kirwa zeitweise schwarze Wolken auftürmten, konnten die zahlreichen Besucher trockenen Fußes über den Festplatz flanieren. Zwei Drittel der 15 Kirwapaare waren diesmal neu dabei. Stolz waren alle auf den über 30 Meter hohen Baum aus dem Eyb'schen Wald. Mit Technik-Unterstützung schwebte er in sein Erdloch.

Der Nachmittag gehörte den Senioren: Sie wurden von trommelnden, singenden und tanzenden Damen unterhalten. Der Erlös aus dem Kuchen-Verkauf füllte heuer erstmals die Kasse des neu gegründeten Jugend-Fördervereins der Spielvereinigung. Abends zogen die Paare mit Bürgermeister Josef Gilch und Vereinsvorsitzendem Fabian Jäger ins Festzelt ein, begleitet von den Quertreibern. Ein Beinahe-den-Hahn-ins-Fass-Treffer von Gilch eröffnete den Abend mit bester Musik und Stimmung. Nachts wurde der Baum zuverlässig bewacht, während die Liesl kurzzeitig entführt wurde.

Den Festgottesdienst mit Pfarrer Herbert Grosser am Sonntag in der Bruder-Konrad-Kirche feierten alle 15 Paare mit. Gemeindereferentin Kathrin Blödt eröffnete ihre Ansprache zum Erstaunen aller mit einer Maß Bier am Ambo. Sie sinnierte laut über den "Maßkrug des Lebens". Man neige dazu, diesen mit Terminen und Aufgaben zu füllen, so dass man oft das Gefühl habe, dass "das Maß voll" sei. Und doch mache sich eine innere Leere breit. Ein Fest könne da ein wichtiger Rastplatz sein, um das Leben wieder mit Freude, Gemeinschaft und Lebensgefühl zu füllen. Blödt schloss mit einem augenzwinkernden Prost und die Jugendblaskapelle St. Konrad stimmte spontan "Ein Prosit der Gemütlichkeit" in der Kirche an.

Nach dem Mittagessen, bei dem gefühlte Hundert Spanferkel und Tausende Knödel verspeist wurden, tanzten die Paare den Baum aus, zünftig begleitet von den Roum-Boum. Gstanzeln informierten über Interessantes oder Unnützes - über die merkwürdigen Trinkgepflogenheiten der Mädels ebenso wie über die Billig-Lederhose aus dem Online-Versand, über "stinkfaule, aber saufende Hunde" und verwechselte Klamotten. Schließlich war auch das neue Oberkirwapaar ermittelt: Franziska Pfab und Robert Maiwald. Bei guter Unterhaltung und Live-Musik ohne Verstärker klang der Abend im Festzelt aus. Am Montag hieß es "Vorsicht vor Kirwabär Domi". Die drei Tage endeten in der untergehenden Sonne vor dem Festzelt: Grögötz Weißbir mischten sich unter die Gäste und spielten urige Musik.
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