Auf den Nikolaus ist Verlass

Lokales
Ebermannsdorf
10.12.2014
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Der Bischof, der die Kinder beschenkt, enttäuschte die Ebermannsdorfer nicht. Wie abgemacht, verteilte er bei der Burgweihnacht seine Gaben. Einzig Frau Holle hatte sich nicht an die Verabredung gehalten.

Bereits zum zehnten Mal hatten die Veranstalter den gemütlichen Markt zwischen der Johanneskirche und dem Burgfried in liebevoller Arbeit aufgebaut. Für ihren unentgeltlichen Einsatz dankte ihnen Bürgermeister Josef Gilch bei der Eröffnung.

Im dichten Gedränge genossen die Besucher die verschiedenen Variationen fester und flüssiger Nahrung, die die Vereine im Angebot hatten. Die JU- und CSU-Mitglieder zeigten sich ebenso bewirtungs- und feierfreudig, wie die Burgschützen und die Freunde des Historischen Vereins. Viele Anbieter von handgearbeiteten Dekorationen und nützlichen Dingen für den Haushalt begeisterten die Besucher mit ihren Waren.

Tänze und Blechbläser

Wer Papiersterne kaufen wollte, konnte beim filigranen Falten und Schneiden zusehen. Für die Durchgefrorenen gab es kuschelige Mützen und Socken, für die modebewussten Damen einzigartige Handtaschen. Fantasievoll angefertigte Holzsäge- und -schnitzarbeiten sorgten für Hochachtung vor dem Handwerk und auch dafür, dass etliche Geldbeutel gezückt wurden. In die richtige Form gebracht, beeindruckten sogar verrostete Metallskulpturen als Weihnachtsdekorationen für Haus und Garten.

Sänger und Musikanten gaben sich auf der Naturbühne quasi das Mikro in die Hand. Die Kleinen vom Kindergarten Sonnenschein bezauberten mit ihren Liedern und Tänzen ebenso wie die Mädchen und Buben aus der Grundschule. Auch das etwas ältere Ensemble des evangelischen Kirchenchors erfreute mit adventlichen Melodien. Ganz ohne Verstärker schallten die Klänge der Jagdhornbläser Amberg über den Markt. Die Jugendblaskapelle St. Konrad unterhielt die Gäste mit festlichen Stücken. Und mit den "Ebermannsdorfer Crackers" kam blechmusikalischer Schwung auf die Bühne. Der Heilige Nikolaus erfreute mit weisen Worten und sang sogar mit tiefer Stimme ein Lied, bevor er die Kinder um sich scharte und seine kleinen Schätze an sie verteilte.

Weihnachtlich ging es einige Tage zuvor auch an der Schule zu. Zahlreich waren die Gäste der Einladung zur Adventsfeier gefolgt und nahmen an der feierlichen Stunde in der festlich geschmückten Mehrzweckhalle der Schule teil. Schulleiterin Maria Dandorfer begrüßte die Kinder der Klassen eins bis vier mit ihren Lehrkräften, Eltern und Geschwistern und hieß auch die vielen früheren Lehrkräfte der Schule willkommen, die als entspannte Pensionäre der Feier folgten.

Riesen-Adventskranz

Einen besonderen Platz im Saal hatte der überdimensionale Adventskranz erhalten, der in der Schulaula auf das Weihnachtsfest hinweist. Dandorfer dankte der Macherin des Kranzes, Elisabeth Vogl, für die mühevolle Herstellung. Auch die vier Kränze der Schulklassen hatte die handwerklich begabte Haushälterin von Ruhestandspfarrer Josef Beer in vielen Stunden liebevoll selbst gemacht. Für dieses Engagement erhielt sie von der Schule eine kleine Ladung Plätzchen und einen großen Blumenstrauß.

Die Weihe der grünen Kränze war dann auch der erste Programmpunkt, den Pfarrer Herbert Grosser und Birgit Schwalbe-Eberius, die evangelische Pfarrerin, gemeinsam vollzogen. Im Anschluss gestalteten die Kinder das Programm. Mit Chiara von Wichtingen, Markus Bartmann und Josefine Bessert übernahmen drei Viertklässler das Mikrofon und moderierten charmant und souverän durch den weiteren Nachmittag.
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