Bräu und Freibier kaltgestellt

Bei den Proben sind alle mit Herzblut dabei und es gibt viel zu lachen. Links der "Reschiesser" Franz Pfab in seinem Inszenierungselement. Bild: wec
Lokales
Ebermannsdorf
03.03.2015
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Sie hatten keine Spielstätte mehr. Nach der Sanierung der Mehrzweckhalle in Ebermannsdorf ist das Darben jedoch vorbei, die örtliche Theatergruppe feiert nach fünf Jahren wieder eine Premiere.

Fünf lange Jahre mussten die Theaterfreunde ausharren und sogar auf die Feier des 30-jährigen Bestehens, das 2014 angestanden war, verzichten. Grund war der sich hinziehende Umbau der Mehrzweckhalle. Doch das Warten hat sich gelohnt, sind sich die seit geraumer Zeit wieder probenden Akteure sicher.

Nicht nur mit einer generalsanierten Halle, sondern vor allem mit ihrer jetzigen Produktion wird die Theatergruppe förmlich auftrumpfen. Mit vielen lustigen, turbulenten Szenen und einer Menge hintersinnigem Wortwitz - so versprechen es die Akteure - präsentieren sie das Stück "Die G'wandlaus". Es stammt aus der Feder von Peter Landstorfer und dreht sich um die Feier des Hundertjährigen der örtlichen Gerstl-Bräu.

Passender Rollentausch

Franz Pfab hat wieder auf dem Regiestuhl Platz genommen und im Vorfeld fast schon fieberhaft nach kernigen Mannsbildern gesucht. Das sollte nicht so recht klappen, der erfahrene Leiter der Truppe disponierte deshalb kurzerhand um und engagierte stattdessen zwei Darstellerinnen. Das erwies sich als Glücksgriff. Gabi Reinhardt aus Ebermannsdorf und Verena Weigl aus Amberg verstärken die Laientruppe nun mit spürbarer Spielfreude. Die altbekannten Bühnenhaudegen Franz und Eckhard Pfab, Reiner Rohrwild, Josef Götz und Georg Feuerer garantieren ebenso unterhaltsame Abende, nicht minder Marianne Widenbauer und Claudia Lorenz-Pfab. Die Unterstützung bei eventuellen Aussetzern kommt von der Souffleuse Hildegard Feuerer.

Zum Stück: Johann Franz Xaver Gerstlinger, seines Zeichens Landtagsabgeordneter, Brauereibesitzer und Forstwart, fiebert dem Ereignis seines Firmenjubiläums entgegen. Er hat sich dafür schon einiges einfallen lassen, eigentlich fehlt nur noch ein passender Jubiläumsspruch. Seine Gattin Emerenz und die Braumeisterin Malzlechner setzen jedoch andere Prioritäten. Sie wollen lieber ein schönes Fest und einen süffigen Jubiläumsbock. Pfarrer Nepomuk und Feuerwehrkommandant Mankler hoffen derweil auf die Spendierhosen des Jubiläumsbräus.

Vorverkauf beginnt

Zu allem Überfluss taucht dann auch noch der bisher unbekannte Verwandte Veithl Fuchsauser auf und präsentiert eine zweifelhafte Familienchronik. Er mutiert mehr und mehr zur zähen G'wandlaus und bringt den Ehrenmann Gerstlinger ins Wanken. Aber, ob das Jubiläumsbier wirklich sauer wird, oder als Freibier in Strömen fließt, das erweisen erst die Aufführungen.

Der Kartenvorverkauf mit Platzreservierung startet am Samstag, 7. März, im Sitzungssaal des Rathauses von 14 bis 16 Uhr. Nach diesem Termin sind Karten bei der Gemeindeverwaltung zu den üblichen Geschäftszeiten erhältlich. Zudem gibt es einen Wochenendverkauf bei Sabine Deinzer. Jeweils ab Freitagmittag bis Sonntagabend können unter der Telefonnummer 09 624/931 372 Tickets geordert oder bei ihr Zuhause in der Hauptstraße 7 abgeholt werden. Falls die Vorstellungen nicht ausverkauft sind, wird vor den jeweiligen Aufführungen eine Abendkasse eingerichtet werden.
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