Das Wasser wird teuerer

Lokales
Ebermannsdorf
24.12.2014
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Es war ein einstimmiges Votum im Gemeinderat: Ab 1. Januar steigen in Ebermannsdorf die Gebühren für Wasser und Abwasser. Genau festlegen wollen die Räte diese aber erst im neuen Jahr.

(ac) Beschlossen haben die Bürgervertreter auch, die Herstellungsbeiträge für die Abwasseranlage Pittersberg neu zu berechnen und dann eventuell auch neu festzusetzen.

Das Gremium befasste sich auch mit der Wasserversorgung und der Abwasserbeseitigungen der Anlagen Ebermannsdorf und Pittersberg. Die Verwaltung hatte festgestellt, dass der bisher für das eingesetzte Eigenkapital festgesetzte Zinssatz nicht mehr der Lage auf dem Zinsmarkt entspricht. Daher ihr Vorschlag: Unter Berücksichtigung der in den Vorjahren nicht erwirtschafteten Ausgaben sollte der Zinssatz für den Restwert von bisher drei auf zwei Prozent zurückgesetzt werden.

Gemeinderat Reinhard Jäger (SPD) hielt diesen Vorschlag angesichts der aktuellen Zinslage für zu hoch - und plädierte für lediglich ein Prozent. Das Zinsniveau werde sich auch in den nächsten Jahren nicht entscheidend verändern. Nach Auskunft der Verwaltung werden die Gebühren für einen Zeitraum von vier Jahren berechnet. Mit acht gegen fünf Stimmen beschloss der Gemeinderat, den Satz für die Anlagekapitalverzinsung auf zwei Prozent des Restwertes festzusetzen. Dies gilt für die Wasser- und die Abwassergebühren.

Im Verfahren zur Bauleitplanung des geplanten Industriegebietes Schafhof II (Ost) hat das Bergamt Nordbayern einen zusätzlichen Abstand von 300 Meter zu der im Regionalplan Oberpfalz Nord ausgewiesenen Vorrangfläche für den Sandabbau gefordert. Aus dem Regionalplan, der diesbezüglich schon einmal auf Antrag der Gemeinde Ebermannsdorf geändert worden war, war dies nicht ersichtlich. Um das Verfahren nicht in die Länge zum ziehen, hat der Gemeinderat dies zähneknirschend hingenommen, zumal der erste Bauabschnitt davon praktisch nicht betroffen ist. Im zweiten Abschnitt würde aber ein große, bebaubare Fläche verloren gehen. Der Rat beschloss deshalb, beim Regionalen Planungsverband die Rücknahme der Vorrangfläche um weitere 300 Meter zu beantragen. Als Begründung verwies er auf die Beeinträchtigung der künftigen Industrie- und Gewerbefläche, die auch der Planungsverband als Premiumstandort in der mittleren Oberpfalz einstuft.

Keine Einwendungen gab es gegen den Bauantrag von Christian Habinger (Pittersberg), der das Dach seines Wohnhauses anheben und dieses Geschoss ausbauen will. Nancy Horn darf im Baugebiet Sonnenfeld die Grundflächenzahl überschreiten.
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