Die Jugend wunschlos glücklich

Insgesamt 2410 Euro schüttete die Gemeinde Ebermannsdorf an die Vereine für ihre Mitglieder unter 18 Jahren aus. Auch der Kreisjugendring bietet Fördermöglichkeiten für eine Vielzahl von Projekten. Bild: aps
Lokales
Ebermannsdorf
05.03.2015
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Ebermannsdorf erfreut sich steigender Einwohnerzahlen. Allerdings liegt das nicht daran, dass es dort mehr Jugendliche gäbe. Zufrieden scheinen sie aber zu sein, denn die Wunschliste beim Jugendforum blieb leer.

Vertreter sämtlicher Vereine aus dem Gemeindegebiet folgten der Einladung des Jugendbeauftragten Erich Meidinger in die Aula des "DomCom" zum Jugendforum. Meidinger und Bürgermeister Josef Gilch freuten sich vor allem über viele junge Teilnehmer.

Geschäftsführerin Martina Spiegler vom Kreisjugendring stellte das Jahresprogramm des KJR und der Kommunalen Jugendarbeit Amberg-Sulzbach vor. Da zeigt zum Beispiel ein Kurs, wie alkoholfreie Cocktails gemixt werden. Das Gelernte lässt sich dann gleich in der Frucht-Bar anwenden. Der Kreisjugendring vermietet sie samt Zubehör für Veranstaltungen.

Zum aktuellen Thema Asylbewerber, Flüchtlinge und Jugendliche mit Migrationshintergrund hatte Martina Spiegler Infomaterial mitgebracht. Der Leitfaden enthält Ansätze zur Integration. Außerdem wies sie auf die Fördertöpfe des Kreisjugendrings hin. Jeder Verein habe die Möglichkeit, Mittel für Jugendbildungs-, Freizeit- oder Baumaßnahmen zu beantragen. Die Gemeinde Ebermannsdorf habe bereits um die 25 000 Euro aus diesen Töpfen erhalten. Nutznießer waren der Skate- und Jugendpark, die Katholische Landjugend Pittersberg und die Fußballmädchen in Ebermannsdorf.

Bürgermeister Josef Gilch erklärte, dass die Einwohnerzahl der Gemeinde zwar derzeit steigt, die Jugendlichen aber trotzdem weniger werden. Für die Vereine werde es schwieriger, Nachwuchs zu gewinnen. Umso mehr bemühe sich die Gemeinde, die Anregungen und Wünsche der jungen Bürger zu erfüllen. So wurde 2014 der abgebrannte Pavillon am Skateplatz sofort wieder aufgebaut.

Jugendbeauftragter Erich Meidinger legt Wert darauf, Projekte in enger Zusammenarbeit mit den Jugendlichen umzusetzen. "Eine gewisse Anzahl an Helfern sollte zur Verfügung stehen. Einen Projektwunsch zu äußern, damit ihn die Gemeinde alleine voranbringt, ist mir zu wenig", betonte er. Auf seine Frage nach Wünschen, Visionen oder Verbesserungsvorschlägen meldete sich niemand. Es schien, als wären die Jugendlichen im Gemeindebereich wunschlos glücklich.

Am Ende des Forums bezahlte der Bürgermeister den Jugendzuschuss von zehn Euro pro Vereinsmitglied bis 18 Jahren aus. Insgesamt gab es 2410 Euro zu verteilen.
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