Fast wie eine Ausflugsfahrt

Bürgermeister Josef Gilch (stehend) mit den zahlreichen Teilnehmern der Senioren-Bürgerversammlung im Berggasthof beim Griechen bei seinem aufschlussreichen Vortrag über die Entwicklung in der Gemeinde. Bild: wec
Lokales
Ebermannsdorf
30.09.2015
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Was für den Bürgermeister dessen Alltagsgeschäft ist, kann für Ebermannsdorfer Senioren zu einem spannenden Nachmittag werden. Josef Gilch unternahm mit ihnen eine Tour durch die Gemeinde.

Großes Interesse zeigten die Senioren aus der Gemeindebereich an der Informationsveranstaltung, die das Rathaus speziell für sie angeboten hatte. Am Anfang stand eine fast zweistündige Fahrt durch das ausgedehnte Ebermannsdorfer Gemeindegebiet, zu der zwei Busse benötigt wurden. An allen angesteuerten Stationen, schlüpften Bürgermeister Josef Gilch und Seniorenbeauftragter Hans Bauer in die Rolle der Reiseleiter.

In Pittersberg stand der neue Kräutergarten als duftendes Erlebnis auf dem Programm, danach ging es in das Industriegebiet Schafhof II. Dort gab es eine Führung durch die Firma Haitian. Auch das jüngste Projekt, das noch im Bau befindliche Verwaltungsgebäude der Firma Sebald in Schafhof I, wurde vom Bus aus besichtigt. Nach der Fahrt durch die Gemeinde stärkten sich die Teilnehmer im Berggasthof beim Griechen, wo frischer Kaffee und vor allem die von der Wirtin Chrysoula Mangira selbst gebackenen Kuchen für Begeisterung sorgten.

Bauplätze gefragt

Doch bald wurde es wieder ernst, als Gilch auf die aktuelle Entwicklung in der Gemeinde einging. Anhand einer Grafik legte er dar, dass die Tendenz sinkender Einwohnerzahlen eventuell gestoppt sei. Offenbar empfänden junge Familien derzeit Ebermannsdorf auch zunehmend attraktiv. Das neue Baugebiet Am Sonnenfeld sei gut angekommen, auch in Pittersberg würden Bauplätze gekauft. Die Kinderkrippe, der modernisierte Kindergarten und die Grundschule könnten auf gute Belegungszahlen verweisen, und die Mittagsbetreuung für Schulkinder komme gut an.

Bei dem Thema Wassergebühren horchten die Senioren besonders aufmerksam zu, sie wurden nämlich deutlich angehoben (wir berichteten). Der Bürgermeister erklärte die Hintergründe und sprach von "sukzessive gestiegenen Preisen" nach einer umfassenden Sanierung 2005. Die Alternative wäre eine drastische Erhöhung nach diesen Arbeiten gewesen. Der Erhalt der Straßen liege der Gemeinde ebenfalls am Herzen. Gilch betonte jedoch, dass es derzeit lediglich Reparaturen - keine Anliegergebühren - geben werde. Die Optimierung der Ortsdurchfahrt beim Steinbauern stehe für 2018 an. Die Umgestaltung der Dorfmitte müsse noch warten, weil sich die Städtebauförderung und das Amt für ländliche Entwicklung noch als mögliche Kostenträger noch uneins seien.

Jederzeit Hilfe möglich

Ganz aktuell erkundigten sich die Senioren nach den die Flüchtlingen im Dorf und wie man helfen könne. Gilch legte dar, dass bereits 21 Asylsuchende hier untergebracht seien und jeder gerne weiteren Wohnraum zur Verfügung stellen oder anderweitig helfen könne. Neue Zuweisungen stünden derzeit nicht an.
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