In Ebermannsdorf künftig 2,34 Euro/Kubikmeter - Verwaltung muss Kosten umlegen
Gemeinderat erhöht Wasserpreis

Lokales
Ebermannsdorf
11.07.2015
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Eine umfangreiche Tagesordnung mit weitreichenden Entscheidungen hatte der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung zu bewältigen. Nicht leicht machte es sich das Gremium bei der Änderung der Wasser- und Kanalgebühren. Damit hatten sich die Mitglieder schon in gesonderten Sitzungen seit Herbst 2014 befasst.

Sanierung schlägt durch

Im Dezember fiel der Grundsatzbeschluss zur Erhöhung der Gebühren, der auch entsprechend bekanntgemacht wurde. Jetzt legten die Räte die Höhe der neuen Beträge fest. Grundlage dafür waren Berechnungen der Verwaltung.

Bei der Wasserversorgung fallen die hohen kalkulatorischen Kosten ins Gewicht. Die Sanierung und Erneuerung der Wasserversorgungs-Anlage (2004 bis 2008) verursachte nach Abzug der staatlichen Zuschüsse Kosten in Höhe von 1,6 Millionen Euro.

Ziel: Kostendeckung

Nachdem keine Verbesserungsbeiträge erhoben wurden, müssen diese Kosten nun auf die Gebühr in Form von Abschreibungen und Anlagekapitalverzinsung umgelegt werden. Bei Letzterer wurde die aktuell günstige Zinslage berücksichtigt. Dadurch kam die Verwaltung auf einen Gebührenbedarf von 2,34 Euro pro Kubikmeter Wasser. Dazu kommen sieben Prozent Umsatzsteuer. Die Räte waren sich dessen bewusst, dass angesichts des anhaltenden Defizits eine Kostendeckung Ziel sein muss. Sie setzten deshalb bei einer Gegenstimme die Gebühr entsprechend dem Verwaltungs-Vorschlag fest.

Während die Wasserversorgung als einheitliche Anlage geführt wird, sind die Abwasseranlagen Ebermannsdorf und Pittersberg kostenmäßig getrennt. Für die Anlage Ebermannsdorf mit den Industriegebieten sowie den Orten Diebis und Ipflheim beträgt die Schmutzwassergebühr seit 1. Januar 2015 2,01 Euro je Kubikmeter. Die Gebühr für die Anlage Pittersberg wurde auf 2 Euro festgelegt. Die Oberflächenwasser-Gebühr bleibt unverändert.

Pittersberg neu berechnet

Für Pittersberg wurden aufgrund einer Beanstandung der staatlichen Rechnungsprüfungsstelle die Herstellungsbeiträge neu berechnet. Sie betragen künftig 10,90 Euro pro Quadratmeter Geschossfläche und 1,67 Euro pro Quadratmeter Grundstücksfläche. Alle Entscheidungen für den Abwasserbereich traf der Gemeinderat einstimmig (weiterer Bericht zur Sitzung folgt).
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